Ein besonderer Meilenstein und zugleich eine Geburt, bei der es auf jede Minute ankam: Noa Evelin Rohtek ist das 300. Baby des Jahres in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt. Die Geburt am 30. September verlief zunächst anders als erwartet. Als sich die Herztöne des ungeborenen Kindes deutlich verschlechterten, musste es schnell gehen.
Herzfrequenz fällt deutlich ab
Ginie und Leonardo Rohtek aus Frellstedt waren eigentlich erst für den 4. Oktober auf die Geburt eingestellt. In der Nacht zum 30. September platzte jedoch die Fruchtblase. Gegen 4 Uhr trafen die werdenden Eltern in der Helmstedter Klinik ein.
Während der Wehen zeigte das CTG schließlich Auffälligkeiten. Die Herzfrequenz des Kindes sank zeitweise auf etwa 60 Schläge pro Minute. Daraufhin entschied sich das Team für einen Notkaiserschnitt.
„Die Herzfrequenz des Kindes lag zeitweise nur noch bei etwa 60 Schlägen pro Minute“, erklärt Chefarzt Khalaf Alsbeet. „In einer solchen Situation müssen wir sofort reagieren. Deshalb haben wir ohne Verzögerung die Entscheidung zum Notkaiserschnitt getroffen.“
Nur sechs Minuten bis zur Geburt
Von der Entscheidung bis zur Geburt vergingen lediglich sechs Minuten. Um 9.22 Uhr war Noa Evelin auf der Welt – 52 Zentimeter groß und 3100 Gramm schwer.
Während des Eingriffs zeigte sich der Grund für die akute Situation: Die Plazenta hatte sich vorzeitig abgelöst. Zudem war die Sauerstoffversorgung des Kindes beeinträchtigt.
Dank des schnellen Zusammenspiels von Ärzten, Hebammen und Pflegekräften konnte Noa unmittelbar versorgt werden.
Vater übernimmt erstes Bonding
Für die Eltern waren die Minuten bis zur Geburt entsprechend aufregend. „Es ging plötzlich alles unglaublich schnell. Natürlich bekommt man in so einem Moment Angst“, sagt Mutter Ginie Rohtek. „Umso dankbarer sind wir, dass alle sofort reagiert haben und genau wussten, was zu tun ist.“
Während die Mutter nach dem Kaiserschnitt noch im Aufwachraum betreut wurde, verbrachte Vater Leonardo rund eineinhalb Stunden mit seiner Tochter.
Inzwischen sind Mutter und Tochter wohlauf. Die Familie verbringt die erste gemeinsame Zeit im Familienzimmer der Klinik.
300 Geburten im laufenden Jahr
Mit Noa wurde zugleich die Marke von 300 Babys im Jahr 2026 in der Helmstedter Klinik erreicht. Für das Geburtshilfe-Team ist die Zahl damit mit einer besonders eindrucksvollen Geschichte verbunden.
Beitragsbild: Das Team betreute die junge Mutter auch nach der Geburt noch. (v.l.) Hebamme Ricarda Borchert, Ärztin in Weiterbildung Aksana Herastsyna, Kinderkrankenschwester Sabrina Apostel, Hebamme Janine Holstein, Mutter Ginie Rohtek mit Baby Noa Evelin, Vater Leonardo Rohtek, Chefarzt Khalaf Alsbeet, Franziska Dräger, Verwaltungsleitung Foto: Helios
