Der Aschermittwoch eröffnet die Passionszeit und bereitet auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, vor. Liturgisch steht die Farbe Violett für Umkehr und innere Einkehr. Historisch wurde der Beginn der Fastenzeit im 6. Jahrhundert von Gregor der Große auf einen Mittwoch gelegt. Zuvor begann sie an einem Sonntag – und entsprach damit nicht ganz ihrem alten Namen „Quadragesima“. Das lateinische Wort bedeutet „vierzig“.
Tatsächlich zählen – ohne die Sonntage – genau 40 Fasttage bis Ostern. Die Zahl hat in der Bibel eine besondere Bedeutung. Jesus fastete 40 Tage in der Wüste, die Sintflut dauerte 40 Tage, das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste. Auch Mose und der Prophet Elija werden mit 40-tägigen Zeiten der Prüfung in Verbindung gebracht.
Verzicht und soziales Engagement
In der katholischen Tradition ist der Aschermittwoch ein strenger Fast- und Abstinenztag. Strenge Gläubige nehmen nur eine Mahlzeit zu sich. In evangelischen Gemeinden steht häufig ein gemeinsames Heringsessen auf dem Programm. Gottesdienste mit sogenannten Ascheritus sind dort eher selten. Stattdessen rückt die innere Haltung in den Mittelpunkt. Die Aktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirche lädt zusätzlich dazu ein, Gewohnheiten zu überdenken und bewusst neue Wege auszuprobieren.
Parallel beginnt am Abend des 18. Februar auch der Ramadan. Für Muslime bedeutet er, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken zu verzichten. Das Fasten im Ramadan zählt zu den fünf Säulen des Islam.e auf einen Mittwoch gelegt.
In beiden Religionen wird die Zeit als eine besondere Zeit hochgehalten. Man setzt sich in zusätzlichen Gebeten und Gottesdiensten mit dem eigenen Glauben auseinander. Zusätzlich zu der Besinnung geht es oft um mehr als die Religion selbst. Viele kümmern sich dann besonders um Bedürftige, ihre Nachbarschaft und Gemeinschaft generell ein.
Beitragsbild: Die Fastenzeit ist für Gläubige nicht nur Zeit des Verzicht. Foto: Stock

