Die Grizzlys Wolfsburg setzen weiter auf Vielseitigkeit. Angreifer Julius Ramoser hat seinen Vertrag um ein Jahr bis 2027 verlängert. Der 24-Jährige entwickelte sich in der entscheidenden Saisonphase zu einer echten Allzweckwaffe.
Ramoser war erst im Sommer 2024 aus der Akademie von Red Bull Salzburg nach Wolfsburg gewechselt. Zuvor sammelte der gebürtige Bozener bereits Erfahrung in Deutschland – unter anderem bei den Jungadler Mannheim und den Heilbronner Falken.
Sein Start bei den Grizzlys verlief jedoch holprig. Nach nur 13 Einsätzen in seiner ersten Saison zog sich Ramoser im Spiel gegen die Eisbären Berlin eine schwere Achillessehnenverletzung zu – das vorzeitige Saison-Aus.
Wolfsburger Eishockeyspieler international gefragt
Doch der Südtiroler kämpfte sich zurück. In der abgelaufenen Spielzeit kam er auf 38 Hauptrundenspiele und zwei Playoff-Einsätze. Im Januar gelang ihm gegen die Löwen Frankfurt sein erstes Tor in der PENNY DEL. Besonders bemerkenswert: Am 50. Spieltag wurde der gelernte Stürmer erstmals in der Defensive eingesetzt – und überzeugte.
Diese Flexibilität machte ihn für Trainer Tyler Haskins zu einer wertvollen Option im Kader. Auch international machte Ramoser auf sich aufmerksam. Im November feierte er sein Debüt für die italienische Nationalmannschaft und wurde inzwischen erneut für die WM-Vorbereitung nominiert.
„Ramo hat sich diese Verlängerung im wahrsten Sinne erarbeitet“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Fliegauf. „Seine Entwicklung gerade in den letzten Monaten war sehr positiv“, so der Sportdirektor. Ramoser sei ehrgeizig, vielseitig einsetzbar und bereit, sich seinen Platz im Team weiter zu verdienen.
Mit der Vertragsverlängerung sichern sich die Grizzlys einen Spieler, der nicht nur offensiv Akzente setzen kann, sondern auch defensiv Verantwortung übernimmt. Eine Qualität, die im schnelllebigen Eishockey immer wichtiger wird.
Beitragsbild: Julius Ramos spielt weiterhin für die Grizzlys Wolfsburg. Foto: Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH
