In einem Braunschweiger Stadtteil findet am Freitag, den 16. Oktober, eine Evakuierung wegen der Freilegung einer mutmaßlichen Fliegerbombe statt. Der gesamte betroffene Bereich ist deswegen schon ab morgens gesperrt.
Das Wichtigste zum Einsatz in Kürze:
- Datum: Freitag, der 16. Oktober
- Um 8 Uhr müssen alle aus dem betroffenen Gebiet weg sein
- Betroffen sind Teile der Stadtteile Leiferde, Stöckheim und Rüningen
Über 4.000 Menschen betroffen
Bis 8 Uhr müssen alle etwa 4.200 Bewohner im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort bei Leiferde verlassen haben. Die Sperrzone betrifft laut Stadtverwaltung die Stadtteile Leiderde und Stöckheim und einen kleinen Teil im Süden von Rüningen.
Gesperrt sind folgende Straßen:
- Leipziger Straße
- Rüninger Weg
- Schenkendamm

Die Thiedestraße zwischen Rüningen und Leiferde ist laut Stadt nicht betroffen und damit für den Verkehr freigegeben.

Um sicher feststellen zu können, ob es sich um eine Fliegerbombe handelt, muss diese freigelegt werden. Das beinhaltet laut Stadt auch den Bereich evakuieren.
Zug- und Busverkehr nur begrenzt möglich
Der Zugverkehr wird auch stoppen müssen. Wann genau, weiß man aber noch nicht. Das müsse laut Pressemitteilung der Kampfmittelbeseitigungsdienst an dem Tag situationsabhängig entscheiden.
Während des Einsatzes gilt über der Einsatzstelle zudem ein Flugverbot, das ausdrücklich auch für Drohnen und andere unbemannte Luftfahrtgeräte. Das Verbot wird mit Ende des Einsatzes aufgehoben.
Die Verwaltung betont, dass keine Gefahr besteht, dass der Blindgänger unkontrolliert explodiert. Die Bombe wurde abseits von öffentlichen Verkehrsflächen und bewohnten Grundstücken.
Kostenloser Pendelverkehr zum Ausweichquartier
Die Grund- und Hauptschule Rüningen in der Thiedestraße 24 steht während des Einsatzes als Ausweichquartier zur Verfügung. Laut Verwaltung wird es einen kostenfreien Busverkehr aus dem betroffenen Gebiet dorthin geben.
Die Routen will die Stadt bald veröffentlichen. Die Haltepunkte werden mit der Anzeige „Evakuierung“ gekennzeichnet. Der reguläre Busverkehr durch das Viertel wird während des Vormittags eingeschränkt und aus ihnen kann man während des Einsatzes nicht mehr aussteigen.
Ansprechpartner für Hilfe und Informationen eingerichtet
Menschen, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnung oder einen Krankentransport benötigen, können sich ab sofort bei der Feuerwehr Braunschweig unter der Telefonnummer 0531/1922 melden. Für generelle Informationen steht die Verwaltung über das Bürgertelefon mit der Telefonnummer 0531/4701 zur Verfügung.
Am Einsatztag prüfen gegen 10.30 Uhr Feuerwehr, Polizei und zentraler Ordnungsdienst, dass niemand mehr im Evakuierungsgebiet ist.
Beitragsbild: Wegen des Einsatzes des Kampfmittelbeseitigungsdienstes muss der Bereich um die Fundstelle evakuiert werden. Foto: Stock
