Der Bornumer Geschichtsverein Dä Born hat jetzt die 37. Ausgabe seiner traditionsreichen Zeitschrift „Lindenblatt“ vorgestellt. Präsentiert wurde das neue Heft in der Lindenstube im Ortsteil von Königslutter passend zum 40-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2025.
Jedes Jahr im Dezember bekommen die Bornumer das rund 60 Seiten starke Werk im DIN-A4-Format zu lesen. Auch viele ehemalige Dorfbewohner lesen die neue Ausgabe.
Vier Jahrzehnte Tradition
Gegründet wurde das Lindenblatt vor rund 40 Jahren von Gerhard Röhrig und Dr. Reinhardt Lüer. Von Beginn an standen lebendige Berichte aus dem Dorf im Mittelpunkt. Historische Beiträge, aktuelle Ereignisse, heitere Anekdoten und die beliebten „Bormschen Dönicken“ prägen bis heute den Charakter des Heftes. In den Anfangsjahren wurde dabei häufig Plattdeutsch verwendet – bewusst, um mit einem Augenzwinkern erzählen zu können, ohne anzuecken.
Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist die Würdigung der Hebamme Else Bese aus Lauingen. Sie begleitete rund 1.500 Geburten in sechs Gemeinden und steht exemplarisch für einen Beruf von großer gesellschaftlicher Bedeutung.
Ein Markenzeichen des Lindenblattes findet sich traditionell auf der letzten Seite: der Bornumer Terminkalender, diesmal auf Seite 64. Aktuell schreiben sieben dauerhaft tätige Autoren aus unterschiedlichen Generationen für das Heft. Insgesamt haben in den vergangenen 40 Jahren 59 engagierte Mitwirkende mit viel Herzblut zum Lindenblatt beigetragen.
Lindenblatt als Gemeinsames Projekt
„Ohne die vielen helfenden Hände wäre diese Qualität nicht möglich“, hieß es aus dem Vorstand. Bei der Präsentation des neuen Heftes, bei der besonders Hans-Udo Wiemann für das Layout, Lothar Claus und sein Team für den Jahresrückblick sowie Ehrenvorsitzender Dr. Reinhardt Lüer für seine vielfältigen Aufgaben gewürdigt wurden.
Der Vorsitzende des Vereins, Henning Schwarz, lädt regelmäßig zur Redaktionsarbeit ein. Das Interesse reicht dabei weit über Bornum hinaus: Anfragen ehemaliger Dorfbewohner führen dazu, dass das Lindenblatt inzwischen bundesweit und sogar ins Ausland verschickt wird, wie der Verein berichtet.
Der Verkauf startet traditionell bei der Senioren-Weihnachtsfeier im Lindenhof. Darüber hinaus ist das Lindenblatt weiterhin im Fleischereigeschäft Meier in Bornum erhältlich.
Beitragsbild: Bei der Vorstellung des Bornumer „Lindenblattes“ Nummer 37 waren dabei (von links): Ehrenvorsitzender Dr. Reinhardt Lüer, Lothar Claus, Cordula Schwarz und Vize Volker Meier. Foto: Bornumer Geschichtsverein
