Mit einem neuen Vorstand, einer überarbeiteten Organisationsstruktur und frischen Ideen startet das Bündnis gegen Rechts in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel in die Zukunft. Ziel des Vereins ist es, noch mehr Menschen für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde zu gewinnen und das Engagement in der Region weiter auszubauen.
Zum neuen Vorstand wurden Ulrich Hagedorn, Bettina Kiehne-Weinreich und Leo Pröttel gewählt. Unterstützt werden sie von vier weiteren Beisitzerinnen. Gemeinsam möchte das Team die Arbeit des Bündnisses auf eine breitere Basis stellen und noch stärker in der Stadtgesellschaft verankern.
Das Bündnis versteht sich als antifaschistischer Zusammenschluss aus Organisationen, Parteien, Vereinen und Einzelpersonen. Grundlage der gemeinsamen Arbeit sei die Überzeugung, dass alle Menschen gleichwertig sind und die Würde jedes Menschen unantastbar bleibt.
Eigene Aktionen und Gespräche
„Gerade jetzt braucht es Menschen, die Haltung zeigen. Demokratie ist nichts Selbstverständliches“, erklärt der neue Vorstand. Der Vorstand ergänzt: „Sie lebt davon, dass wir uns einmischen, miteinander ins Gespräch kommen und denen widersprechen, die unsere Gesellschaft spalten wollen.“
Wie dieser Ansatz in der Praxis aussehen kann, zeigte bereits der erste gemeinsame Auftritt beim Autofreien Sonntag in Wolfenbüttel. Mit einem Informationsstand, einer Hüpfburg und der Aktion „Zuckerwatte gegen Nazis“ suchte das Bündnis den Austausch mit zahlreichen Besuchern. Zum Abschluss entstand ein gemeinsames Foto mit Menschen, die sich sichtbar hinter die Ziele des Bündnisses stellten.
Auch eine Vortragsveranstaltung stieß auf großes Interesse. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden St. Marien und St. Trinitatis lud das Bündnis Ende Juni zu einem Vortrag von Pastor Wilfried Manneke unter dem Titel „Nicht wegsehen. Nicht schweigen. Handeln. Rechtsextremismus ist Gift für unser Land“ ein. Rund 70 Besucherinnen und Besucher nahmen daran teil.
„Wir möchten ein Bündnis sein, bei dem Menschen unkompliziert mitmachen können. Ob bei Informationsveranstaltungen, Familienaktionen oder Demonstrationen – jede und jeder kann einen Beitrag dazu leisten, unsere Demokratie zu stärken“, so der Vorstand. Er verweist auf die positive Resonanz der ersten Veranstaltungen und lädt weitere Interessierte ein, sich aktiv einzubringen.
Beitragsbild: Das Bündnis gegen Rechts war beim autofreien Sonntag dabei. Foto: Bündnis gegen Rechts
