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Bundesweiter Streik von Ver.di in Landesdiensten und ÖPNV

Zuletzt aktualisiert: Montag, 2. Februar 2026, 08:14 Uhr

Am Montag, den 2. Februar 2026, kommt es bundesweit zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen zu ganztägigen Streiks aufgerufen. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde im kommunalen ÖPNV, die in allen 16 Bundesländern geführt wird. In niedersächsischen Verkehrsverbünden, wie den Verkehrsbetrieben Braunschweig, fahren die Busse und Bahnen normal.

Ziel des Streiks sind vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Ver.di fordert unter anderem kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhephasen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

In mehreren Bundesländern – darunter Bayern, Brandenburg, Thüringen, das Saarland sowie bei der Hamburger Hochbahn – wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Insgesamt sind rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen betroffen.

Hohe Belastung durch Schichtarbeit und Zeitdruck

Die Beschäftigten im ÖPNV stünden durch ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck unter hoher Belastung, heißt es von Seite der Gewerkschaft. Die Verbesserungen seien dringen notwendig, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen.

In den bisherigen Verhandlungen hätten die Arbeitgeber jedoch nahezu jede Verbesserung abgelehnt. Teilweise seien laut Ver.di sogar Verschlechterungen im Gespräch, etwa längere Schichten oder die Streichung von Krankengeldzuschüssen.

KVG nicht betroffen – Fahrplan bleibt bestehen

Für Fahrgäste der KVG gibt es jedoch Entwarnung. Die Linienverkehre in Braunschweig und den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sind nicht von den angekündigten Streiks betroffen. Der Betrieb läuft am Montag nach regulärem Fahrplan. Grund dafür ist die anhaltende Friedenspflicht für die rund 5.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen, die aktuell nicht zum Streik aufgerufen sind.

Anders sieht es bei der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH (MVB) im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt aus. Dort hat ver.di einen Streik von Montag, den 2. Februar, 0 Uhr, bis Dienstag, den 3. Februar, 2.30 Uhr angekündigt. In diesem Zeitraum verkehren weder Straßenbahnen noch Busse. Fahrgäste müssen auf alternative Verkehrsmittel ausweichen.

Parallel weitet ver.di auch die Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst der Länder aus. In Niedersachsen streiken unter anderem die Beschäftigten der Medizinischen Hochschule Hannover (2. bis 4. Februar) sowie der Universitätsmedizin Göttingen (4. bis 6. Februar). Auch Straßenmeistereien in Hannover, Hameln und Hildesheim legen vom 2. bis 4. Februar die Arbeit nieder. Einschränkungen im Winterdienst sind möglich. Das Land hat aber laut eigener Aussage einen Notdienst mit den Beschäftigten verhandelt.

Streiks im IT-Wesen und Straßenbau und Verkehr

Zudem sind Mitarbeitende von IT-Niedersachsen vom 3. bis 5. Februar im Streik. Vor-Ort-Services fallen teilweise aus, Störungsmeldungen werden nur im Notdienst bearbeitet. Eine zentrale Kundgebung ist für Dienstag, den 3. Februar, um 10.30 Uhr vor dem Finanzministerium in Hannover geplant.

Medienberichten zufolge wird auch bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr von Montag bis Mittwoch gestreikt. Betroffen sein sollen unter anderem die Regionen Wolfenbüttel und Goslar. Neben Verzögerungen bei der Straßeninstandhaltung kann es auch zu Einschränkungen bei der Verkehrsbetreuung, etwa an Tunneln oder Baustellen, kommen.

Beitragsbild: Die Gewerkschaft ver.di bestreikt in der ersten Februarwoche mehrere Landesdienste. Foto: Stock

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