Ein Garten kann mehr sein als ein Ort, an dem Gemüse wächst. Das zeigt der Bunte Garten in Dettum seit mittlerweile zehn Jahren. Was 2016 auf einer zunächst verwilderten, 454 Quadratmeter großen Parzelle im Kleingartenverein „Gartenfreunde e. V.“ begann, ist heute ein Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensgeschichten.
Gemeinsam wird gesät, gepflanzt und geerntet. Vor allem aber wird miteinander gesprochen, gelernt und gelacht.
„Wenn ich auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicke, sehe ich vor allem die vielen Menschen, die diesen Garten zu dem gemacht haben, was er heute ist“, sagt Projektleiterin Christa Homann. „Der Garten ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, dass Integration nicht verordnet werden kann. Sie entsteht dort, wo Menschen gemeinsam etwas tun.“
Gemeinsames Engagement verschiedenster Leute
Bereits 2017 entstanden sechs Hochbeete und eine Komposttoilette. Geflüchtete, Patinnen und Paten, Einheimische und das Organisationsteam packten gemeinsam an. Ein Jahr später folgte mit dem Bau des Gartenhauses ein weiterer wichtiger Schritt. Seitdem bietet es Platz für Workshops und gemeinsames Lernen.
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Auch ein geschenkter Folientunnel gehört mittlerweile zum Garten. Dort wachsen unter anderem Tomaten, Auberginen und Melonen auf drei Parzellen.
Wissen teilen und voneinander lernen
„Natürlich geht es bei uns ums Gärtnern“, erklärt Homann. „Aber eigentlich geht es um viel mehr. Im Garten entstehen Gespräche ganz selbstverständlich.“ Auch wenn die deutsche Sprache noch nicht perfekt beherrscht wird, funktioniert die Verständigung beim gemeinsamen Arbeiten oft ganz nebenbei.
Regelmäßig gibt es Workshops – etwa zu Wintergemüse, Kompostierung oder Baumschnitt. Einige Angebote entstehen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Wolfenbüttel, andere organisiert das Team selbst. Dazu kommen Kochaktionen und interkulturelle Veranstaltungen.
Beitragsbild: Die Freude der Mitglieder über das Jubiläum des Bunten Gartens war groß. Foto: miteinanderBUNT e. V.
