Schluss mit Parktickets, Schranken und Kleingeldsuche: Im Parkhaus Rosenwall in Wolfenbüttel startet Ende Februar eine neue Ära. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, stellen die Stadtbetriebe Wolfenbüttel in der letzten Februarwoche auf ein digitales Parksystem mit automatischer Kennzeichenerkennung um. Für Besucherinnen und Besucher der Innenstadt soll das Parken damit deutlich einfacher und komfortabler werden.
Künftig erfasst das System die Parkdauer automatisch bei der Ein- und Ausfahrt – über das Kennzeichen des Fahrzeugs. Ein Ticket ist nicht mehr nötig. Das bedeutet: Kein Ziehen am Automaten, kein Suchen nach dem verlorenen Parkschein, kein Warten an der Schranke. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt schrankenlos und flüssig.
Betreiber des Parkhauses bleiben weiterhin zu 100 Prozent die Stadtbetriebe Wolfenbüttel. Für die technische Umsetzung arbeitet das kommunale Unternehmen mit dem österreichischen Dienstleister Arivo zusammen. Die bisherige analoge Technik, die zuletzt zunehmend reparaturanfällig war, wird vollständig ersetzt.
Datenschutz bleibt gewahrt
Bezahlt wird bargeldlos – entweder am Terminal im Erdgeschoss, online per QR-Code oder über die EasyPark-App. Wer es eilig hat, kann die Parkgebühr sogar bis zu 48 Stunden nach der Ausfahrt begleichen.
Ein sensibles Thema bei Kennzeichenerkennung ist der Datenschutz. Die Stadtbetriebe betonen, dass keine dauerhafte Videoaufzeichnung erfolgt. Beim Einfahren wird lediglich ein einzelnes Bild des Kennzeichens aufgenommen. Alle übrigen Bildbereiche werden vollständig verpixelt, sodass weder Personen noch Fahrzeugtypen identifizierbar sind.
Die Kameras selbst speichern keine Daten, sondern übertragen diese an eine separate Recheneinheit. Dort wird das Kennzeichen ausschließlich zweckgebunden verarbeitet. Bestehende Datenschutzvereinbarungen und Löschfristen bleiben unverändert.
Tarife, Öffnungszeiten und Einstellbedingungen ändern sich durch die Umstellung nicht.
Für Umbau geschlossen
Für die technischen Umbauarbeiten bleibt das Parkhaus Rosenwall am Montag, 23. Februar, und Dienstag, 24. Februar 2026, ganztägig für Kurzzeitparkende geschlossen. Als Alternative steht das Parkhaus Schulwall zur Verfügung.
Dauerparkende können das Rosenwall-Parkhaus an beiden Tagen uneingeschränkt nutzen.
Ab Mittwoch, 25. Februar 2026, ist das neue System aktiv. Zwischen 9 und 15 Uhr stehen Mitarbeitende vor Ort bereit, helfen beim Bezahlen und beantworten Fragen.
Weitere Parkflächen werden auch digital
Das Rosenwall-Parkhaus ist nur der Anfang. In den kommenden Monaten sollen weitere Flächen auf das digitale System umgestellt werden: das Parkhaus am Schulwall, der Parkplatz und Wohnmobilstellplatz am Stadtbad Okeraue sowie die beiden Dauerpark-Etagen auf der Parkpalette Karlstraße.
Mit der Umstellung eröffnen sich neue Möglichkeiten. Denkbar sind spezielle Parkangebote wie innenstadtnahes Nachtparken für Beschäftigte in Gastronomie und Kultur, rabattierte Tarife für Kunden des Einzelhandels oder digitale Stellplatzbuchungen über Online-Portale.
„Die Stadtbetriebe verfolgen damit das Ziel, moderne Mobilitätslösungen nachhaltig in Wolfenbüttel zu etablieren und zukünftig viele attraktive Angebote rund ums Parken den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Projektleiterin Daniela Langner. Mit dem digitalen Parksystem werde die Grundlage für ein flexibles, kundenfreundliches und zukunftsorientiertes Parkangebot geschaffen.
Beitragsbild: Das Bezahlen im Parkhaus am Rosenwall wird komplett digital. Foto: Stadt Wolfenbüttel
