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Kinder tauchen ein in die Welt der historischen Papierherstellung

„Dreifachwumms“ in der Wassermühle Liesebach

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 11. August 2026, 11:43 Uhr

Von Sommerloch konnte in der Wassermühle Liesebach keine Rede sein. Innerhalb weniger Tage folgten auf die Sommertour des Landrats zwei Veranstaltungen, die den Mühlenhof in Räbke erneut mit Leben füllten. Dieser „Dreifachwumms“ innerhalb weniger Tage ist dies für den Förderverein zugleich Bestätigung und Ansporn, das vielfältige kulturelle Angebot rund um die historische Mühle fortzusetzen.

Eintauchen in historische Papierherstellung

Kaum waren die rund 50 Teilnehmer der Fahrradtour verabschiedet, stand danach das Ferienprogramm der Samtgemeinde Nord-Elm auf dem Programm. Sechs Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren tauchten einen Vormittag lang in die Welt der historischen Papierherstellung ein. Unter Anleitung von Ursula Rosen, Ingrid Rosen und Gabriele Schröder entstanden daher in traditioneller Handarbeit eigene Papierbögen. Vom Anrühren der Papiermasse über das Schöpfen und Gautschen bis zum Pressen und Trocknen lernten die Kinder viel kennen.

Vom Anrühren der Papiermasse über das Schöpfen und Gautschen bis zum Pressen und Trocknen lernten die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte kennen.
Vom Anrühren der Papiermasse über das Schöpfen und Gautschen bis zum Pressen und Trocknen lernten die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte kennen.

Doch damit nicht genug: Einige Teilnehmer entdeckten auch die historische Müllerei für sich. Mit Römermahlstein und Reibschale mahlten sie Getreide zu Schrot und Mehl, das sie anschließend stolz mit nach Hause nahmen. Ein Rundgang durch die historische Wassermühle rundete das Ferienprogramm ab. „Die Begeisterung der Kinder und ihre vielen Fragen haben gezeigt, wie spannend Geschichte zum Anfassen sein kann“, freut sich der Förderverein Wassermühle Liesebach.

Stadtführerinnen erkunden Wassermühle

der Verein die Arbeitsgruppe Stadtführerinnen Helmstedt-Ostfalen zu Besuch bei der Wassermühle Liesebach
Der Verein die Arbeitsgruppe Stadtführerinnen Helmstedt-Ostfalen zu Besuch bei der Wassermühle Liesebach.

Bereits am folgenden Tag begrüßte der Verein die Arbeitsgruppe Stadtführerinnen Helmstedt-Ostfalen mit Christiane Kruse. Nach einer Einführung in die Geschichte des Mühlendorfes Räbke und seiner einst bedeutenden Mühlen- und Papiermacherei erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in die Restaurierung und Entwicklung der Wassermühle Liesebach. Beim Rundgang durch das Gebäude stießen insbesondere das historische Mühlenensemble und das Modell der Fürstlichen Papiermühle auf großes Interesse. Der Förderverein nutzte die Gelegenheit, die Entwicklung der vergangenen Jahre vorzustellen. Aus einem sanierungsbedürftigen Kulturdenkmal ist durch das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher ein lebendiger Ort für Geschichte, Kultur und Begegnung entstanden, der heute weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Beitragsbild: Kinder tauchen außerdem ein in die Welt der historischen Papierherstellung. Foto: Förderverein Wassermühle Liesebach.

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