Die Feuerwehren im Landkreis Helmstedt hatten am Pfingstwochenende alle Hände voll zu tun. Von kleinen und großen Bränden bis hin zu einem Unfall war über das lange Wochenende alles dabei.
Die Ortsfeuerwehr Helmstedt musste am Samstag, den 23. Mai, gleich zu zwei Bränden im Stadtgebiet ausrücken. In beiden Fällen konnten größere Schäden verhindert werden.
Der erste Einsatz erfolgte am Vormittag gegen 9.19 Uhr im Carl-von-Ossietzky-Weg in Helmstedt. Gemeldet worden war ein Heckenbrand direkt an einem Gebäude. Beim Eintreffen der Feuerwehr löschten Anwohner den Brand bereits.
Die Einsatzkräfte kontrollierten den betroffenen Bereich anschließend mit einer Wärmebildkamera und löschten nach durch. Dafür reichte ein Gartenschlauch aus. Verletzt wurde niemand. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz beendet.
Wenig später musste die Feuerwehr erneut ausrücken, diesmal in den Büddenstedter Weg. Dort war bereits zum wiederholten Mal ein Feuer an einem Gebäude gemeldet worden. Schon auf der Anfahrt waren deutliche Flammen sichtbar.

Vor Ort brannten Grünschnitt und Unrat unmittelbar an einem Gebäude. Ein Trupp der Feuerwehr löschte das Feuer. Dadurch verhinderten sie, dass die Flammen auf das Gebäude übergriffen.
Auch bei diesem Einsatz gab es keine Verletzten. Nach etwa einer Stunde konnten die Kräfte wieder einrücken. Einsatzleiter bei beiden Einsätzen war Marvin Neher.
Wohnmobil kippt auf A2 um
Ein umgekipptes Wohnmobil hat am Pfingstmontag für einen Feuerwehreinsatz auf der Bundesautobahn 2 bei Lehre gesorgt. Der Unfall ereignete sich gegen 12.55 Uhr in Höhe des Parkplatzes Essehof Nord in Fahrtrichtung Hannover.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam das Wohnmobil aus bislang ungeklärter Ursache alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, befand sich die Fahrerin noch im Fahrzeug. Sie war eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt.
Um die Frau aus dem Wohnmobil zu befreien, entfernte die Feuerwehr die Frontscheibe mit einer Säbelsäge. Anschließend untersuchte der Rettungsdienst die Fahrerin. Für sie war es Glück im Unglück. Sie musste nicht ins Krankenhaus.

Neben der Rettung der Fahrerin sicherten die Einsatzkräfte das Fahrzeug und klemmten die Batterie ab. Da keine Betriebsstoffe ausliefen, waren laut Feuerwehr keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Flechtorf, Lehre und Wendhausen sowie die Autobahnpolizei. Zusätzlich waren ein Notarzt und mehrere Rettungswagen vor Ort, darunter Kräfte aus Wendhausen und Königslutter.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet, die Feuerwehrkräfte konnten an ihre Standorte zurückkehren und die Autobahn freigeben.
Feuer auf Hof beschäftigt am Pfingstmontag
Fünf weitere Feuerwehren löschten am selben Tag ein Feuer auf einem Hof in Beierstedt. Gegen 12.39 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine starke Rauchentwicklung aus dem Dach eines Wohngebäudes.
Bereits auf der Anfahrt erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe. Das Feuer war größer, als erst angenommen. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz Zugang zum Gebäude, um den Brandherd zu lokalisieren. Zeitgleich begann die Feuerwehr mit den Löscharbeiten von außen.

Zum Einsatz kamen mehrere Strahlrohre im Innen- und Außenbereich. Um besser an den Brandherd im Dachbereich zu gelangen, nutzten die Feuerwehrleute außerdem der Teleskopmast der Feuerwehr aus Schöningen. Darüber deckten sie Teile des Daches ab.

Im weiteren Verlauf alarmierte die Einsatzleitung zusätzliche Kräfte der Kreisfeuerwehr nach, darunter der Abrollbehälter Atemschutz, die Verpflegungsgruppe sowie ein Sanitäranhänger. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren die Feuerwehren Heeseberg Ost, Mitte und Süd, die Feuerwehr Schöningen, die Kreisfeuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Auch Kreisbrandmeister und Abschnittsleitung machten sich ein Bild der Lage.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Feuerwehr zunächst nicht machen. Die Einsatzstelle übergab die Feuerwehr im Anschluss an die Polizei. Erst gegen 19 Uhr konnten die letzten Einsatzfahrzeuge den Hof verlassen.
Beitragsbild: Für die Löscharbeiten nutzten die Feuerwehrleute einen Teleskopmast. Foto: Kreispressesprecher Nord / Andreas Meißner
