Mehr als 80 Besucher haben auf dem Hof des Heeseberg-Museums in Watenstedt gemeinsam einen Erntedankgottesdienst gefeiert. Neben einem festlich geschmückten Altar, einer besonderen Predigt und zahlreichen Kuchenspenden sorgte vor allem eine musikalische Premiere für Begeisterung.
Musik, Hoffnung und ein festlich geschmückter Hof
Förderkreisvorsitzender Martin Meier begrüßte mehr als 80 Gäste zum Erntedankgottesdienst, darunter auch Besucher aus dem benachbarten Sachsen-Anhalt sowie zahlreiche Familien mit Kindern. Für die passende Atmosphäre hatte Ulrike Siemann aus Twieflingen gemeinsam mit weiteren Helfern des Förderkreises gesorgt. Mit bunten Blumen und zahlreichen Erntegaben schmückten sie den Außenaltar und dekorierten die Tische.

Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Frank Barche standen in diesem Jahr „Hoffnungsgeschichten“. Eine Kiste mit guten Taten und positiven Nachrichten verdeutlichte dabei, dass es auch im Alltag viele Gründe für Zuversicht und Dankbarkeit gibt.
Saxophonklänge sorgen für spontanen Applaus
Für die musikalische Begleitung war Dr. Günter Leidigkeit am Keyboard zuständig. Ein Novum gab außerdem beim Gottesdienst durch den Saxophonvortrag von Bärbel Heidebroek aus Gevensleben. Unter anderem spielte sie das bekannte Stück „Hallelujah“ von Leonard Cohen und erhielt dafür spontanen Applaus. Auch der gemeinsame Gesang durfte nicht fehlen. So stimmten die Besucher unter anderem das traditionelle Erntedanklied „Wir pflügen und wir streuen“ an.

Nach dem Gottesdienst wartete am Rande des Hofes ein reichhaltiges Kuchenbuffet auf die Gäste. Insgesamt 18 Torten und Kuchen waren gespendet worden, wie Beate Meier vom Vorstand des Förderkreises erfreut berichtete.
Eine alte Tradition könnte zurückkehren
Zum Abschluss dankte Martin Meier allen Helfern, Spendern und musikalisch Mitwirkenden sowie Pfarrer Frank Barche. Der Gottesdienst wurde gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Stephan am Großen Bruch gestaltet.
Dabei erinnerte der Förderkreisvorsitzende auch an zwei prägende Persönlichkeiten der Museumsgeschichte: den ehemaligen Museumsleiter Hartwig Schnepf und den früheren Förderkreisvorsitzenden Dr. Alfred Jenter. Beide hatten bereits vor mehr als 30 Jahren Teile des Erntedankgottesdienstes auf Plattdeutsch gestaltet.
„Vielleicht können wir Teilbereiche des Gottesdienstes wieder im ostfälischen Platt gestalten“, regte Martin Meier an und brachte damit eine mögliche Wiederbelebung dieser Tradition ins Gespräch.
Nach dem Erntedankgottesdienst nutzten einige Besucher die Gelegenheit, die Ausstellungsräume im Heeseberg-Museum in Watenstedt im Landkreis Helmstedt und ihre historischen Exponate zu erkunden. Noch bis zum 25. Oktober 2026 ist das Museum jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.
Beitragsbild: Rund 80 Gäste folgten der Predigt und den Musikvoträgen beim Erntedankgottesdienst im Heeseberg-Museum, Foto: Bernd-Uwe Meyer
