Mit dem zweiten „Fest der Kulturen“ rund um die Börnekenhalle hat die Gemeinde Lehre die „Woche für Demokratie und Vielfalt“ abgeschlossen. Zahlreiche Vereine, Gruppen und Ehrenamtliche gestalteten ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Im Mittelpunkt stand das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen.
„Wir feiern unsere Unterschiede“
Bei der Eröffnung betonte Bürgermeister Andreas Busch die Bedeutung von Vielfalt. In der Gemeinde leben Menschen mit 98 verschiedenen Nationalitäten.

„Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln, unterschiedlichen Geschichten und unterschiedlichen Erfahrungen. Das ist doch bereichernd für unser Land“, sagte Busch. „Und wir feiern nicht trotz unserer Unterschiede. Wir feiern unsere Unterschiede.“
Er wünschte den Gästen gute Gespräche, neue Begegnungen, Musik, gutes Essen und vor allem Freude am gemeinsamen Miteinander.
Samba, Chorgesang und internationale Lieder
Auf der Bühne der Stiftung „Lebendiges Lehre“ führte Moderator Maximilian Hömme durch das Programm. Die Familien Nunez Cortes und Hernandes brachten mit kolumbianischen Rhythmen Bewegung ins Publikum. Viktor Sokolovsky und Ilse Wagner präsentierten Lieder in verschiedenen Sprachen.
Kinder der Musikschule Vera Weng nahmen die Gäste musikalisch mit auf eine Reise durch unterschiedliche Länder – unter anderem mit „Bruder Jakob“ in mehreren Sprachen.

Auch der Liederkreis Lehre, die Band „Schnulzenreiter“ aus Essenrode und der Posaunenchor standen auf dem Programm. Für besonders mitreißende Rhythmen sorgte die „Banda Racuda“ mit 21 Trommeln und brasilianischen Percussion-Instrumenten. Bauchtänzerin Donja Nedjiba und ihre Schülerinnen setzten farbenfrohe Akzente.
Mitmachangebote für Groß und Klein
Rund um die Börnekenhalle informierten Vereine und Initiativen über ihre Arbeit, darunter Plan International, die IG Metall, der Verein ITZA, Willkommen in Lehre und das „Bündnis gegen rechts“.


Kinder konnten basteln, malen und sich Klebetattoos gestalten lassen. Dazu kamen afrikanische Flechtkunst, Glitzertattoos, ein Buttonstand und eine mehrsprachige Vorlese-Ecke.
Kulinarische Reise durch die Welt
Auch das Essen spiegelte die Vielfalt der Gemeinde wieder. Menschen aus Lehre boten Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern an – darunter ukrainische Teigtaschen, spanische Tortilla, libanesischer Couscous und Kürbissuppe. Weitere Gerichte stammten unter anderem aus Kolumbien, Syrien und Kamerun.
Beitragsbild: Beim Fest gab es ein buntes Bühnenprogramm mit Tanz und Musik sowie kulinarische Köstlichkeiten aus verschiedenen Kulturen. Fotos: Gemeinde Lehre
