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Zum Jahresbeginn 2027 wird in der Verkehrsregion Braunschweig nicht alles teurer. In einigen Gegenden zahlen Fahrgäste weniger.

VRB verändert Tarifzonen in der Verkehrsregion Braunschweig

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 3. November 2026, 08:54 Uhr

Fahrgäste im Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) müssen sich zum Jahreswechsel auf neue Ticketpreise einstellen. Ab dem 1. Januar 2027 werden Bus- und Bahnfahrkarten im Durchschnitt knapp vier Prozent teurer. Gleichzeitig gibt es gute Nachrichten: Einige Tickets bleiben preislich stabil oder werden sogar günstiger. Außerdem sollen im Frühjahr 2027 zahlreiche Tarifzonen zusammengelegt werden.

Weniger Tarifzonen, einfachere Orientierung

Vor allem Fahrgäste in den Landkreisen Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel profitieren von der geplanten Neuordnung. Durch die Zusammenlegung sinkt die Zahl der Tarifzonen von bisher 48 auf künftig 37. In größeren Gebieten können Fahrgäste dann mit dem Stadttarif beziehungsweise der Preisstufe 1 unterwegs sein.

„Die neuen Tarifzonen orientieren sich mehr an den heutigen Gemeindegrenzen und damit am Alltag der Menschen vor Ort“, erklärt Ralf Sygusch, Verbandsdirektor des Regionalverbands Großraum Braunschweig. Sie sollen zudem vergleichbare Busfahrten in der Region einheitlicher bepreisen.

Bis zum 1. April 2027 will der VRB die technischen und vertrieblichen Voraussetzungen schaffen. Genauer entstehen neun neue Tarifzonen aus 20 bisherigen Zonen:

  • Samtgemeinde Grasleben: 37 Grasleben und 38 Velpke beinhalten
  • Stadt Helmstedt / Samtgemeinde Heeseberg: 30 Helmstedt und 31 Samtgemeinde Nord-Elm
  • Stadt Schöningen / Heeseberg: 32 Schöningen und 33 Heeseberg
  • Samtgemeinde Elm-Asse: 73 Schöppenstedt und 74 Asse
  • Samtgemeinde Oderwald / Gemeinde Schladen-Werla: 75 Oderwald, 76 Schladen und 77 Cramme/Flöthe
  • Samtgemeinde Baddeckenstedt: 79 Baddeckenstedt und Burgdorf
  • Stadt Goslar: 80 Goslar, 81 Vienenburg und 86 Hahnenklee
  • Stadt Langelsheim: 83 Lutter am Berge und 85 Langelsheim
  • Stadt Clausthal-Zellerfeld: 87 Oberharz und 89 Torfhaus
Die Tarifzonen in bunt fasst der VRB 2027 zusammen. Foto: VRB

Diese Ticketpreise gelten ab Januar 2027

Die Preisanpassung fällt moderater aus als im Vorjahr. Im Überblick:

  • Einzelfahrkarte: Preisstufe 1 bleibt bei 3,90 Euro. In Preisstufe 4 sinkt der Preis von 12,30 auf 11,90 Euro.
  • Tageskarte: In Preisstufe 1 weiterhin 7,80 Euro, verbundweit künftig 23,80 statt 24,60 Euro.
  • Kurzstrecke: unverändert 2,00 Euro.
  • 6er-Mehrfahrtenkarte: steigt in Preisstufe 1 auf 20,50 Euro und in Preisstufe 4 auf 62,80 Euro.
  • Schüler-Monatskarte: kostet künftig 32 statt 30 Euro. Im Jahresabo bleibt es bei 30 Euro monatlich.

Deutschlandticket wird ebenfalls teurer

Auch das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2027 mehr: Der monatliche Preis steigt von 63 auf 66,80 Euro. Beim Deutschlandticket Job liegt der Preis nach Arbeitgeberzuschuss bei maximal 46,76 Euro.

„Die Kosten und Ausgaben bei den Verkehrsunternehmen für Personal, Energie und Treibstoff steigen deutlich“, erklärt VRB-Geschäftsführer Stefan Bartels. Deshalb sei eine Anpassung der Fahrpreise notwendig. Alle neuen Tarifzonen und Preise werden auf der Website des Verkehrsverbundes veröffentlicht.

Beitragsbild: Die Busse im VRB fahren zwar dieselben Strecken, die Tarifzonen ändern sich aber. Foto: Stock

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