Das Haus mit der Nummer 26 an der Straße Westendorf wird abgerissen. Zwei Baufirmen kümmern sich aktuell darum, das Gebäude Stück für Stück abzutragen.
Die Arbeiten über dem Erdgeschoss müssen per Hand erfolgen, wie Thomas Drossel von der Firma Gerecke aus Königslutter vor Ort erklärt. Mit dem Bagger können die Handwerker dem Obergeschoss und Dach nicht zu Leibe rücken. „Weil ein Teil des Daches schon eingestürzt ist, wäre das zu gefährlich“, sagt er.

Bis zum Nummernschild der 26 wird also das Gebäude per Hand und Kettensägen eingerissen. Zu sechst sind Handwerker vom Dachdeckerbetrieb Radom und der Abbruch-, Straßen- und Tiefbaufirma Gerecke vor Ort. Das Erdgeschoss wird dann mit dem Bagger abgerissen.
Ein Teil des Daches ist schon abgedeckt. Der Dachstuhl wird gerade nach und nach entfernt. Die Arbeiten gestalten sich gar nicht so einfach. Durch die Nähe zu den benachbarten Gebäuden und weil das Haus so instabil ist, müssen die Handwerker große Vorsicht walten lassen. Außerdem kommt der Kran, den die Firmen nutzen an seine Grenzen. Der kann nur auf der Westendorf stehen und ist regelmäßig fast vollständig ausgefahren, um auf die Hofseite des Daches zu gelangen.
Zudem wächst der Baum auf dem Hof mittlerweile in das Haus hinein. Mehrere dicke Stämme seien das, berichtet Drossel. Die Äste des Baumes behindern aber die Arbeiten am Dachgeschoss des Hauses.

Haus innerhalb einer Woche weg
Etwa eine Woche sollen die Arbeiten dauern. Ob und wie es dann weiter geht, entscheidet sich dann. Die Kosten muss die Kommune tragen, weil es für das Gebäude keinen Eigentümer gibt.
Seit mehreren Wochen ist die Straße vor dem Haus gesperrt. Würde das einsturzgefährdete Haus unkontrolliert in sich zusammenfallen, besteht für die Fläche direkt vor dem Haus akute Gefahr. Anwohner der Häuser in der direkten Nachbarschaft dürfen die Räume zu dem Gebäude nicht nutzen, bis keine Gefahr mehr besteht.

Vor dem Gebäude wurde der Untergrund vorbereitet, dass das Kopfsteinpflaster und die Sandsteinfliesen auf den Gehwegen von den Ketten des Baggers geschützt werden. Auf der Straße liegen dafür Metallplatten. Auf der Fläche vor dem Haus wurde dafür Erde aufgeschüttet.
Bis die Handwerker am Erdgeschoss arbeiten können, müssen sie die oberen Stockwerke Stein für Stein und Balken für Balken abtragen.
Beitragsbild: Mit einer Kettensäge gehen die Handwerker den Dachbalken an den Kragen. Fotos: Sophie Weinmann

