Ohne Ehrenamt wäre vieles im Landkreis Wolfenbüttel nicht denkbar. Vereine, Feuerwehren, kulturelle Angebote oder soziale Projekte leben vom freiwilligen Engagement. Genau diesem Thema widmet sich das Heimatbuch 2026, das am 10. Dezember im Eulenspiegel-Museum in Schöppenstedt vorgestellt wurde.
Der Ort war bewusst gewählt. „Unsere Ortschaften leben durch das ehrenamtliche Engagement der dort lebenden Menschen“, sagte Dirk Neumann, parteiloser Bürgermeister der Samtgemeinde Elm-Asse in seinem Grußwort.
Er verwies darauf, dass allein in seinen Ortschaften mehr als 270 Vereine und 30 Feuerwehren aktiv seien. Umso mehr freue es ihn, dass das Heimatbuch in einem musealen Leuchtturm der Samtgemeinde präsentiert werde, so Neumann.
Ehrenamt als tragende Säule des Landkreises
Auf mehr als 200 Seiten beleuchtet das neue Heimatbuch die vielen Facetten ehrenamtlichen Engagements. Die Beiträge zeigen, wie Ehrenamt stärkt, hilft, pflegt und Gemeinschaft schafft.
„Ohne das Ehrenamt gäbe es im Landkreis Wolfenbüttel vieles nicht, was unser Zusammenleben so wertvoll macht“, sagte Christiana Steinbrügge (SPD), Landrätin des Kreises Wolfenbüttel. Sie betonte, dass es vor allem die ehrenamtlich Engagierten seien, die Begegnungen ermöglichten und Heimat lebendig hielten. Gerade im ländlichen Raum werde deutlich, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement sei, so Steinbrügge.
Die Vielfalt der Beiträge spiegele diese Bedeutung wider. „Das diesjährige Heimatbuch zeigt in beeindruckender Weise, wie bunt, lebendig und vielfältig das Engagement im Landkreis ist“, sagte sie.
Wie sieht die Zukunft des Ehrenamtes aus?
Ein zentraler Programmpunkt der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Ehrenamtes. Daran beteiligten sich Johanna von Anshelm von der Servicestelle Kultur, Benedikt Einert, Leiter des Eulenspiegel-Museums, sowie Jonas Kirsch von der AWO-Freiwilligenagentur Wolfenbüttel.
„Ohne Ehrenamtliche könnte ich den Laden dichtmachen“, sagte Benedikt Einert. Für ihn bedeute Ehrenamt vor allem Teilhabe und Mitgestaltung. Dass die Ehrenamtlichen im Museum gemeinsam neu gestartet seien, habe einen starken Teamgeist entstehen lassen, so Einert.
Jonas Kirsch verwies auf einen Wandel. „Wir erleben derzeit einen Generationenwechsel im Ehrenamt“, sagte der Leiter der AWO-Freiwilligenagentur. Unterschiedliche Generationen brächten unterschiedliche Perspektiven ein, erklärte Kirsch. Neue Ideen junger Menschen müssten gehört werden und Ehrenamt zukünftig flexibler gestaltet. Das Heimatbuch 2026 ist ab sofort im lokalen Buchhandel erhältlich.
Beitragsbild: Die Beteiligten waren zur Vorstellung im Eulenspiegelmuseum da. Foto: Landkreis Wolfenbüttel
