Wolfenbüttel setzt einen weiteren Baustein für einen fahrradfreundlicheren Stadtverkehr. An drei Kreuzungen im Stadtgebiet wird künftig der sogenannte Rad-Grünpfeil eingeführt. Er erlaubt Radfahrenden das Rechtsabbiegen bei Rot. Radler müssen dabei aber einige Regeln beachten.
Der neue Rad-Grünpfeil ähnelt dem bekannten Grünpfeilschild für den Kfz-Verkehr, trägt jedoch ein Fahrradsymbol. Damit gilt die Sonderfreigabe ausschließlich für den Radverkehr. Autofahrende dürfen weiterhin nur während der grünen Ampelphase abbiegen.
Zunächst werden die Schilder an diesen Kreuzungen in Wolfenbüttel angebracht:
- Frankfurter Straße in die Gebrüder-Welger-Straße
- Am Roten Amte in den Grünen Platz
- Bahnhofstraße in die Goslarsche Straße
Besserer Verkehrsfluss und niedrigere Unfallgefahr
Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern und Konfliktsituationen an stark frequentierten Knotenpunkten zu entschärfen. Weitere Standorte prüft die Stadt derzeit und stimmt sie mit der Polizei ab.
„Der Rad-Grünpfeil soll das Radfahren in Wolfenbüttel attraktiver und zugleich sicherer machen“, teilt die Stadt mit. Ein Sprecher aus dem Rathaus betont, dass klare Regeln dabei unerlässlich seien.
Das gilt für Radfahrende
Auch mit Grünpfeil bleibt die rote Ampel zunächst verbindlich. Radfahrende müssen an der Haltlinie vollständig anhalten. Erst danach darf vorsichtig nach rechts abgebogen werden – und nur dann, wenn die Verkehrslage es zulässt. Fußgänger dürfen weder gefährdet noch behindert werden, ebenso wenig querender Radverkehr oder Fahrzeuge auf der kreuzenden Straße.
Besonders wichtig ist, dass Fußgängerüberwege weiterhin absoluten Schutz genießen. Wer zu Fuß unterwegs ist und die Fahrbahn bereits betreten hat oder unmittelbar queren will, hat Vorrang.
Rechtsabbiegen bei Rot ist ausschließlich dort erlaubt, wo der spezielle Rad-Grünpfeil angebracht ist. An allen anderen Ampeln gelten weiterhin die bekannten Verkehrsregeln.
Beitragsbild: Mit dem Rad-Grünpfeilschild dürfen Radfahrer auch an einer roten Ampel rechts abbiegen, wenn die Situation es erlaubt. Foto: Stock
