Ein Jahr nach dem Antrag von Ratsfrau Jennifer Burtzlaff (Gemeinsam für Winnigstedt) ist es vollbracht: Winnigstedt hat einen „Defi“. Das neue Gerät hängt am Schützenhaus und ist über die Pforte am Backhausweg rund um die Uhr für jeden erreichbar.
Kaum montiert, lockte das neue Technik-Highlight auch schon die ersten neugierigen Winnigstedter vor die Tür. Nancy Greve übernahm die Aufgabe, den Lebensretter final anzubringen.
Michael Guse (einfach-helfen.de) erklärte den Anwesenden, wie das Gerät funktioniert. Er freute sich über die Qualität des Gerätes, die seiner Expertise nach „der vielleicht fortschrittlichste AED der Welt“ sei.

Defi hat Anleitung für Nutzung im Ernstfall
Das Gerät führt den Ersthelfer nicht nur mit Sprachanweisungen durch den Notfall, sondern zeigt jeden Schritt auch bildlich auf einem Display an. Zudem verfügt es über einen speziellen Umschalter für die kleinen Patienten.
Diesen sogenannte „Kinder-Modus“ aktiviert der Ersthelfer bei Kindern bis 8 Jahren oder bis 25 kg Körpergewicht. Dann passt sich die Energieabgabe im Ernstfall sofort an. Besonders wichtig ist, dass der Defibrillator ansonsten vollautomatisch arbeitet und dem Ersthelfer die schwierigen Entscheidungen abnimmt.
An einer Übungspuppe wurde live demonstriert, wie das Gerät im Ernstfall den Takt vorgibt. Besonders die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Bürgermeister Michael Waßmann ist stolz auf den Zuwachs. „Ein gutes Gefühl, diese Sicherheit im Dorf zu haben“, sagt er.
Und weil Übung den Meister macht, folgt darauf eine weitere lebensrettende Veranstaltung: Im Schützenhaus wird demnächst ein spezieller Erste-Hilfe-Kurs zur Reanimation stattfinden. Der Termin wird ortsüblich bekannt gemacht im Aushang, Gemeindebrief sowie auf der Seite der Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel.
Beitragsbild: Bürger waren während der Installation mit vor Ort. Foto: privat
