36 Prozent mehr Rettungsdiensteinsätze innerhalb weniger Tage: Die Hitzewelle Ende Juni 2026 hat im Landkreis Helmstedt deutliche Spuren hinterlassen.
Deutlich mehr Einsätze während der Hitzewelle
Die Hitzewelle zwischen dem 24. und 28. Juni 2026 hat den Rettungsdienst im Landkreis Helmstedt deutlich stärker gefordert. Eine aktuelle Analyse der Universitätsmedizin Göttingen zeigt, dass die Zahl der Rettungsdiensteinsätze während der Hitzewelle im Vergleich zum Jahresdurchschnitt um 36% angestiegen ist. Der Anstieg macht sichtbar, wie stark extreme Hitze die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung und damit auch die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes beeinflussen kann.

Wertvolle Daten für die Gesundheitsplanung
Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass in den bereits vorhandenen Rettungsdienstdaten wertvolle Informationen für die Gesundheitsplanung verborgen liegen. Sie ermöglichen es, gesundheitliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Auswirkungen außergewöhnlicher Ereignisse – wie Hitzewellen – sichtbar zu machen und die Versorgung der Bevölkerung gezielt weiterzuentwickeln.
Gemeinsames Projekt IRIS
An diesem Punkt setzt das gemeinsame Projekt IRIS – Integration von Rettungsdienstdaten in die öffentliche Gesundheitsplanung zur Verbesserung der ländlichen Gesundheitsversorgung – des Landkreises Helmstedt und der Universitätsmedizin Göttingen an. Ziel des Projekts ist es, die bislang getrennten Daten der Gesundheitsplanung und des Rettungsdienstes miteinander zu verknüpfen und systematisch auszuwerten. Dadurch sollen gesundheitliche Entwicklungen künftig früher erkannt und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse für die Planung der Gesundheitsversorgung gewonnen werden.
Schneller und gezielter reagieren
Die aktuelle Analyse der Hitzewelle Ende Juni liefert bereits ein anschauliches Beispiel dafür, welchen Mehrwert die Nutzung von Rettungsdienstdaten für eine moderne, datenbasierte Gesundheitsplanung bieten kann. Sie schafft eine wichtige Grundlage, um auf gesundheitliche Herausforderungen künftig schneller und gezielter reagieren zu können.
Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Projektträgerschaft liegt bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und erfolgt im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des BMLEH.
Beitragsbild: 36 Prozent mehr Rettungsdiensteinsätze während der Hitzewelle Ende Juni 2026 verzeichnete der Landkreis Helmstedt. Foto: Landkreis Helmstedt
