Eine neue Trauergruppe für Kinder startet im August bei der Hospizarbeit Helmstedt e.V., doch einen Namen hat das besondere Angebot bislang noch nicht. Deshalb setzt der Verein jetzt auf kreative Hilfe aus der Bevölkerung.
Die Hospizarbeit Helmstedt e.V. startet ab August 2026 ein neues Angebot für trauernde Kinder: Eine geschlossene Trauergruppe mit überarbeitetem Konzept richtet sich an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Ziel ist es, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen einen geschützten Raum für ihre Gefühle und Gedanken zu bieten.
Die Gruppe ist bewusst klein gehalten und umfasst drei bis acht Kinder. Durch das feste Gruppenkonzept mit gleichbleibenden Teilnehmenden soll Vertrauen entstehen und eine verlässliche Atmosphäre geschaffen werden. Die Ehrenamtlichen Katrin Pohlmann, Christine Janssen und Marianne Jenter begleiten die Gruppe.
Kindgerechte Verarbeitung der Trauer
Im Mittelpunkt steht eine kindgerechte Verarbeitung von Trauer. Dabei setzen die Organisatorinnen auf kreative Methoden, Gespräche, Bewegung, Spiele und Rituale. Die Kinder sollen erleben, dass sie mit ihren Gefühlen nicht allein sind und sich mit Gleichaltrigen austauschen können, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
„Ziel der Gruppe ist es, den Kindern einen geschützten Raum zu geben, in dem sie ihre Trauer ausdrücken, Fragen stellen und sich mit Gleichaltrigen austauschen können“, erklärt die Hospizarbeit Helmstedt.
In der Trauergruppe können die anderen Kinder den Verlust nachvollziehen. Außerdem zeigt sich Trauer bei Kindern anders als bei Erwachsenen. „Was bei Kindern und Jugendlichen anders ist, dass sie von Pfütze zu Pfütze springen“, erklärt Dr. Joachim Scherrieble.
Das neue Konzept entstand aus dem Wunsch nach mehr Verbindlichkeit und individueller Begleitung. Durch die feste Gruppengröße können sich die Ehrenamtlichen gezielt auf die einzelnen Kinder vorbereiten und die Treffen besser gestalten.
Die Gruppe trifft sich ab dem 17. August insgesamt achtmal, jeweils alle zwei Wochen montags von 16 bis 18 Uhr.
Eine Besonderheit: Für die neu konzipierte Trauergruppe sucht der Verein aktuell noch einen passenden Namen. Damit wendet sich die Hospizarbeit an die Öffentlichkeit. Wer eine oder mehrere Ideen für einen möglichen Namen hat, kann diese per E-Mail an die Hospizarbeit schicken.
Weitere Informationen gibt es unter [email protected], telefonisch unter 05351/5448340 oder auf der Seite des Vereins.
Beitragsbild: Vorsitzender des Vereins Dr. Joachim Scherrieble, Katrin Pohlmann, Christine Janssen und Marianne Jenter stellten das neue Konzept vor. Foto: Sophie Weinmann
