Auf dem Friedhof in Salzdahlum häufen sich Fälle von illegal entsorgtem Gartenabfall. Die Friedhofsverwaltung schlägt Alarm, nachdem in den vergangenen Wochen deutlich größere Mengen Grünschnitt in den bereitgestellten Sammelbehältern festgestellt wurden als bei der üblichen Grabpflege anfallen.
Die auf dem Friedhof in dem Wolfenbütteler Stadtteil aufgestellten Grünabfallboxen sind ausschließlich für Pflanzenreste bestimmt, die direkt bei der Pflege von Grabstätten entstehen. Nach Angaben der Verwaltung werden die Behälter jedoch zunehmend für die Entsorgung von Grünschnitt aus privaten Hausgärten genutzt.
Bei Kontrollen sei aufgefallen, dass die angelieferten Mengen das normale Aufkommen teilweise deutlich überschreiten. Zudem gebe es konkrete Hinweise darauf, dass Bürger ihren privaten Gartenabfall unberechtigt auf dem Friedhofsgelände entsorgen.
Kosten steigen für zusätzliche Menge
Die Folgen sind spürbar: Durch die zusätzlichen Mengen steigen die Entsorgungskosten erheblich. Diese Ausgaben müssen letztlich von der Allgemeinheit getragen werden. Die Friedhofsverwaltung sieht darin nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch eine Beeinträchtigung des ordnungsgemäßen Betriebs der Anlage.
Deshalb appelliert die Stadt an alle Besucher, die Sammelboxen ausschließlich für Abfälle aus der Grabpflege zu nutzen. Gartenabfälle aus privaten Grundstücken müssten über die dafür vorgesehenen kommunalen Entsorgungswege abgegeben werden. Dazu zählen insbesondere die offiziellen Grünabfallsammelstellen.
Mit dem Hinweis verbindet die Friedhofsverwaltung die Hoffnung, den gepflegten Zustand des Friedhofs langfristig zu erhalten und unnötige Kosten zu vermeiden. Nur wenn die Einrichtungen bestimmungsgemäß genutzt werden, könne ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage sichergestellt werden.
Beitragsbild: Auf dem Friedhof in Salzdahlum fällt mehr Grünschnitt an als gewöhnlich. Foto: Stadt Wolfenbüttel
