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Erfahren Sie mehr über die Lage in der Schachtanlage Asse und die Herausforderungen bei der Rückholung radioaktiver Abfälle.

Versteckspiel zwischen Salzwasser und Bergleuten in der Asse

In der Schachtanlage Asse II suchen Bergleute unter Hochdruck nach einem neuen Weg des Salzwassers. Iris Graffunder leitet als Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) diese schwierige Mission. Die Chefin setzt sich für die sichere Rückholung der radioaktiven Abfälle und den Schutz der Region ein.

In dem Bergwerk fließt bereits seit dem Jahr 1988 Salzwasser aus dem Gebirge in den Schacht. Lange Zeit fingen die Fachleute die Lösung an einer festen Stelle in 658 Metern Tiefe auf.

Seit Anfang 2024 kommt dort jedoch kein Wasser mehr an. Nun sucht das Team der BGE an verschiedenen Stellen nach der neuen Fließrichtung. Die Expertinnen wollen die Lösung unbedingt wieder abfangen. Das Wasser darf auf keinen Fall tiefer in das Bergwerk zu den Abfällen gelangen.

Bergleute finden die neue Spur

Vor wenigen Tagen machten die Bergleute eine wichtige Entdeckung. Sie arbeiteten sich über mehrere Monate vorsichtig an das Ende eines alten Abbaus vor. Dort hörten die Männer plötzlich ein deutliches Rauschen in einer Gesteinskluft. Eine Kamera lieferte kurz darauf die Bestätigung für den Fund.

Das Wasser fließt an dieser Stelle sichtbar am Gestein herab. Die chemische Analyse beweist die Herkunft der Flüssigkeit. Es handelt sich eindeutig um das bekannte Salzwasser aus der alten Auffangstelle.

Die Fachleute weiten die Suche aus

Trotz dieses Erfolgs arbeitet das System für die Fassung noch nicht stabil. Das Salzwasser verlagert seinen Weg ständig weiter nach Osten. Die Bergleute setzen deshalb gezielte Bohrungen in das Salzgestein. In einer dieser Bohrungen pumpten sie bereits im Herbst 2025 große Mengen der Lösung ab.

Aktuell weitet das Team zwei Bohrungen für eine bessere Aufnahme des Wassers aus. Die BGE prüft jetzt verschiedene Optionen für eine dauerhafte Lösung. Nur ein trockener Schacht ermöglicht am Ende die sichere Bergung des Atommülls.

Beitragsbild: Die Bergleute in der Asse haben erfolgreich das gesuchte Salzwasser gefunden. Foto: Stock

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