Wie kann im Landkreis Wolfenbüttel eine Landschaft entstehen, die den Folgen des Klimawandels standhält, Wasser besser speichert, die Artenvielfalt stärkt und zugleich neue wirtschaftliche Chancen eröffnet?
Mit dieser Frage beschäftigten sich mehr als 70 Vertreter aus Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Kommunen, Wissenschaft, Naturschutz, Kirchen, Landesbehörden, Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Zivilgesellschaft beim dritten Klimalandschaftsforum in Ohrum.
Nach rund eineinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit wird das Netzwerk der Klimalandschaft Wolfenbüttel zunehmend konkreter. Im Mittelpunkt des Forums standen sechs sogenannte Werkräume zu den Themen Wasser, Boden, Pflanzen, Tiere, Wertschöpfung und Menschen. Dort entwickelten die Teilnehmenden neue Projektideen, vereinbarten Kooperationen und diskutierten Pilotvorhaben, die möglichst zeitnah umgesetzt werden sollen.

Fachübergreifender Austausch beim Klimalandschaftsforum
Einen besonderen Impuls setzte Prof. Dr. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). In seinem Vortrag zeigte er auf, welche wirtschaftlichen Chancen eine nachhaltige regionale Transformation und die Bioökonomie bieten. Seine Ausführungen stießen auf großes Interesse – viele Teilnehmende erkundigten sich anschließend nach den Vortragsunterlagen und dem angekündigten Videomitschnitt.
Das Besondere am Forum war erneut der fachübergreifende Austausch. Landwirte, Behörden, Wissenschaft, Naturschutzverbände, Kirchen und Wirtschaftsförderer diskutierten gemeinsam über Lösungen und entwickelten erste Ansätze für konkrete Projekte. Viele Fragen konnten die jeweils zuständigen Akteure direkt klären.
In den kommenden Monaten sollen die entwickelten Ideen durch Pilotprojekte und neue Partnerschaften Schritt für Schritt sichtbar werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verbindung der Klimalandschaft Wolfenbüttel mit dem Aller.Land-Projekt „Denk Dein Dorf … und darüber hinaus!“. Gemeinsam mit dem Förderprogramm der Stiftung Zukunftsfonds Asse sollen künftig auch Kunst und Kultur stärker in die regionale Landschaftsentwicklung einbezogen werden. Vertieft wird dieses Thema bei den Lucklumer Gesprächen am Dienstag, den 25. August, unter dem Titel „Gemeinsam mehr erreichen: Kooperation als Zukunftsstrategie“.
