Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit hat das Städtische Klinikum Wolfenbüttel seinen neuen Funktionsdienstbereich für innere Medizin offiziell eröffnet. Mehr als 4,5 Millionen Euro wurden in die modernen Räumlichkeiten investiert, die künftig eine noch effizientere und sicherere Versorgung der Patienten ermöglichen sollen.
Entstanden ist der neue Bereich an historischer Stelle. Dort, wo sich früher der Zentral-OP befand, stehen nun moderne Untersuchungs- und Behandlungsräume zur Verfügung. „Ich freue mich, dass an dieser historischen Stelle etwas Neues, Zukunftsweisendes entstanden ist“, sagte Klinikgeschäftsführer Axel Burghardt bei der Eröffnung.

Die neuen Räumlichkeiten werden von den Teams der Gastroenterologie und Kardiologie genutzt. Hier wird ein Großteil der diagnostischen und therapeutischen Untersuchungen beider Fachbereiche durchgeführt. Die Modernisierung war nach Angaben des Klinikums dringend erforderlich geworden. Steigende Patientenzahlen und neue medizinische Verfahren hätten die bisherigen Kapazitäten zunehmend an ihre Grenzen gebracht.
Umbau bringt Modernisierung für bessere Behandlung
„Der Umbau ist ein Sprung in ein neues Zeitalter“, sagte Prof. Dr. Kinan Rifai, Chefarzt der Gastroenterologie. Die neuen Strukturen böten deutlich bessere Voraussetzungen für moderne Medizin und innovative Behandlungsmethoden.
Ein Herzstück des Bereichs ist der neue, großzügig gestaltete Aufwachraum. Dort können Patienten nach Untersuchungen und Eingriffen engmaschig überwacht werden. „Wir haben unsere Patienten stets im Blick und können unmittelbar reagieren“, erklärte Sandra Mertins, Gesamtleitung der Funktionsdienste.

Auch die fortschreitende Ambulantisierung spielte bei der Planung eine wichtige Rolle. Viele Eingriffe können inzwischen ohne stationären Aufenthalt durchgeführt werden. Entsprechend wurden zusätzliche Aufklärungsräume und großzügige Aufenthaltsbereiche geschaffen.
Besonderen Wert legt das Klinikum zudem auf Hygiene und Sicherheit. Die Aufbereitung der Endoskope erfolgt in einer modernen Anlage weitgehend automatisiert. Dadurch sollen mögliche Beschädigungen minimiert und die Patientensicherheit weiter erhöht werden.

Die Entwicklung des Klinikums geht unterdessen weiter. In den bisherigen Räumen der Funktionsdienste entsteht bereits ein zweites Linksherzkatheterlabor. „Stillstand wird in unserem Klinikum nicht so schnell eintreten“, sagte Dr. Björn Billmann, Chefarzt der Kardiologie.
Mit dem Neubau setzt das Klinikum Wolfenbüttel einen weiteren Baustein für die medizinische Versorgung der Region um.
Beitragsbild: In einer hochmodernen Aufbereitungsanlage werden die Endoskope vollautomatisch hygienisch aufbereitet. Fotos: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH
