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Das Land Niedersachsen setzt wegen des Ärztemangels weiter auf die Landarztquote. Bewerbungen können bald wieder eingereicht werden.

Landarztquote Niedersachsen: Bewerbungen für neue Runde möglich

Der Ärztemangel im ländlichen Raum bleibt eine der größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen. Deswegen setzt das Land Niedersachsen weiter auf die Landarztquote. Ab dem Donnerstag, den 1. Januar 2026, startet der vierte Bewerbungsdurchgang. Interessierte können sich bis zum 31. Januar 2026 um einen von insgesamt 60 Studienplätzen in der Humanmedizin bewerben.

Die Studienplätze sind gezielt auf mehrere Hochschulstandorte verteilt. In Göttingen stehen jeweils 15 Plätze zum Winter- und Sommersemester zur Verfügung. Zusätzlich werden zum Wintersemester 18 Studienplätze in Hannover sowie 12 in Oldenburg vergeben.

Mehr Ärzte für ländliche Regionen

Wer über die Landarztquote studiert, verpflichtet sich im Gegenzug, nach Studium und fachärztlicher Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für zehn Jahre in einer Region mit besonderem Hausärztemangel tätig zu sein.

So soll in ländlichen Regionen wie den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel die Arztabdeckung gesichert werden. Dort machen immer mehr Fachkräfte auf die zu hohe Belastung aufmerksam, so auch Mareike Blarr aus Frellstedt.

Wie dringend dieser Nachwuchs gebraucht wird, machte Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi am Wochenende bei einem Symposium für Landarztstudierende der Ärztekammer Niedersachsen in Hannover deutlich.

„Bereits jetzt sind knapp 38 Prozent der in Niedersachsen tätigen Hausärztinnen und Hausärzte über 60 Jahre alt“, sagte Philippi. Der niedersächsische Gesundheitsminister, der zugleich auf den geringen Anteil junger Medizinerinnen und Mediziner verwies.

Landarztquote soll Ärzte aufs Land bringen

Nur rund acht Prozent der Hausärzte im Land sind demnach jünger als 40 Jahre. Gleichzeitig wächst der Versorgungsbedarf durch eine alternde Bevölkerung. „Mit ihrer Entscheidung, über die Landarztquote zu studieren, leisten die Studierenden einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung“, betonte Philippi weiter. Beim Symposium in Hannover, bei dem er den angehenden Medizinern ausdrücklich Dank und Respekt aussprach.

Im Auswahlverfahren zählen nicht allein Schulnoten. Berücksichtigt werden unter anderem die Gesamtnote der Hochschulzugangsberechtigung, das Ergebnis des Tests für Medizinische Studiengänge (TMS) sowie einschlägige Berufsausbildungen, berufliche Tätigkeiten oder praktische Erfahrungen von bis zu 48 Monaten. Ziel ist es, besonders engagierte und praxisnahe Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen.

Die Bewerbung erfolgt vollständig digital über den Niedersächsischen Zweckverband zur Approbationserteilung (NiZzA). Damit will das Land den Zugang möglichst unkompliziert gestalten und zugleich langfristig die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen sichern.

Beitragsbild: Das Land fördert wieder angehende Ärzte, die sich verpflichten, später auf dem Land zu arbeiten. Foto: Stock

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