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Der Landkreis Helmstedt will die Agrarlandschaft naturnäher gestalten und startet dafür ein Förderprogramm zum Schutz des Rebhuhns.

Landkreis Helmstedt startet Förderprogramm zum Schutz des Rebhuhns

Weniger intensiv genutzte Flächen, mehr Lebensraum für Wildtiere: Der Landkreis Helmstedt will die heimische Agrarlandschaft naturnäher gestalten und startet dafür ein eigenes Förderprogramm zum Schutz des Rebhuhns. Landwirte können ab sofort Unterlagen für eine mögliche Förderung bei der Unteren Naturschutzbehörde anfordern.

Bedrohter Vogel braucht mehr Lebensraum

Das Rebhuhn ist der Vogel des Jahres 2026. Doch trotz dieser Aufmerksamkeit bleibt die Lage der Art kritisch: In Niedersachsen gilt der Feldvogel als gefährdet, bundesweit sogar als stark gefährdet. Sein Erhaltungszustand wird weiterhin als ungünstig bewertet.

Das Rebhuhn benötigt abwechslungsreiche Agrarlandschaften mit Äckern, Grünland, Brachen, Hecken und Feldrainen. Besonders wichtig sind Flächen mit vielen Kräutern und Insekten, die Nahrung und Deckung bieten. In intensiv bewirtschafteten Landschaften fehlen solche Strukturen jedoch häufig.

Förderung für Brachen und Saumflächen

Mit dem neuen Programm möchte der Landkreis geeignete Flächen ökologisch aufwerten und langfristig bessere Lebensbedingungen für das Rebhuhn schaffen. Gefördert werden sollen unter anderem Maßnahmen wie Ackerbrachen und Einsaatbrachen.

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Davon können auch andere Tier- und Pflanzenarten profitieren. Dazu zählen Feldlerche, Kiebitz und Feldhamster ebenso wie zahlreiche Insekten. Zugleich soll das Programm den Biotopverbund stärken und einen Beitrag zur Umsetzung des Niedersächsischen Weges leisten – einer Vereinbarung von Landwirtschaft, Naturschutz und Politik, die seit 2020 besteht.

Anträge im gesamten Landkreis möglich

Das Förderangebot richtet sich an Landbewirtschaftende mit geeigneten Flächen im gesamten Landkreis Helmstedt. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann die erforderlichen Unterlagen ab sofort bei der Unteren Naturschutzbehörde anfordern. Dafür steht die E-Mail-Adresse [email protected] zur Verfügung.

Beitragsbild: Vom Schutz für das Rebhuhn profitieren auch andere Tiere und die Natur. Foto: Landkreis Helmstedt

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