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LEADER-Kooperationsprojekt Empfang im Rathaus Helmstedt, Foto Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft

Europäische Kooperation: LEADER-Regionen aus Lettland zu Besuch in Helmstedt

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 27. Januar 2026, 13:04 Uhr

Mit einer neuen transnationalen LEADER-Kooperation möchten die Teilnehmer ihr jeweils lokales Engagement international denken und in einen Austausch gehen. Dafür begrüßten die Mitglieder der lokalen Aktionsgruppe (LAG) Grünes Band im Landkreis Helmstedt drei LEADER-Regionalmanagerinnen aus Lettland für ein mehrtägiges Kennenlernen und Arbeiten unter dem Titel „Stender Code – Auf den Spuren der europäischen Aufklärung“.

Die Philosophie des Aufklärers Gotthard Friedrich Stender ist in aktuellen Zeiten von besonderer Bedeutung

Stender ist der Name des Aufklärers Gotthard Friedrich Stender. Dieser gilt in Lettland als herausragende historische Persönlichkeit und wirkte auch in Helmstedt und Königslutter. Martin Lehmann präsentierte alte Zeitungsberichte von 1759 aus dem Stadtarchiv, die seine Arbeit vor Ort belegen. Vor allem in Zeiten, in denen Denkweisen verengt und Unwahrheiten die Wahrheiten verdrängen, ist ein Fokus auf Stenders „Higher Wisdom“, wie es die lettische Delegierte Santa Šmite ausdrückte, gerade richtig. Er vertrat wie kaum ein anderer seiner Zeit die Offenheit, den Weitblick und das kreative Denken.

Die Teilnehmer des LEADER-Kooperationsprojekts beim Workshop, Foto: Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft
Der Zeitungsartikel mit Erwähnung Gotthard Friedrich Stenders, Foto: Santa Šmite
Beim Austausche im Stadtarchiv, Foto: Santa Šmite

Die Teilnehmer des LEADER-Kooperationsprojekts beim Workshop (Foto links: Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft) sowie im Gespräch im Stadtarchiv (r.) mit Ansicht des Berichtes von 1759 über Gotthard Friedrich Stenders (2 Fotos: Santa Šmite)

Fachlicher Austausch, Projektentwicklung und Besuche

Der fachliche Austausch stand im Vordergrund des Besuchs. Bei den gemeinsamen Projektworkshops erarbeiteten die Teilnehmer die inhaltliche Ausgestaltung der Kooperation. Bausteine sollen sowohl auf deutscher wie auch auf lettischer Seite umgesetzt werden. Gemeinsam ausgeführte Aktionen verbinden die Kooperation unmittelbar. Die vorläufigen Pläne sollen in weiteren Treffen konkretisiert werden. Ein positiver Nebeneffekt der Zusammenarbeit ist, so auch Stenders Namen hierzulande wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Neben dem Austausch standen die Besuche historischer Wirkungsorte Stenders an. Mike Reich, Direktor des Forschungsmuseums, lud die Delegation ins paläon nach Schöningen ein. Helmstedts Erster Stadtrat Henning-Konrad Otto gab am Lappwaldsee Einblicke in die touristischen Entwicklungsperspektiven.

Die kommenden Schritte

Als kommende Schritte stehen die Beantragung von Fördermitteln über das LEADER-Programm sowie ein Gegenbesuch im Sommer an. Dr. Joachim Scherrieble, Vorsitzender des Helmstedter Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen, könnte sich vor diesem Hintergrund auch eine neue Städtepartnerschaft für Helmstedt vorstellen, zeigte er sich beim Abschlusstreffen im Kloster Ludgeri hoffnungsvoll.

An dem Austausch beteiligten sich Vertreterinnen der folgenden lettischen LEADER-Partnerregionen:

  • Aizkraukles Rajona Partnerība
  • Vidusdaugavas NVO centrs
  • Partnerība Kaimiņi

Titelfoto: Die Teilnehmer des LEADER-Kooperationsprojektes „Stender Code – Auf den Spuren der europäischen Aufklärung“ beim Empfang im Helmstedter Rathaus (Foto: Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft)

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