Die Verbindung auf der alten Bahnstrecke von Schöppenstedt in Richtung Schöningen könnte wieder in Betrieb gehen, nur ohne Zug.
Der Kreis will die Strecke von 6,37 Kilometern für einen symbolischen Euro von der Deutschen Bahn kaufen. Die Kommune hofft dabei, dass das Vorhaben für die Arbeitende Bevölkerung, die Wirtschaft und die Umwelt positive Auswirkungen hat.
Die Verwaltung kann sich zwei mögliche Versionen dieses „grünen Bandes“ vorstellen, wie es in der Beschlussvorlage für den Kreistag am Montag, den 29. Juni, steht.
Eine Variante sieht vor, dass auf der stillgelegten Bahnstrecke von Schöppenstedt bis zur Landkreisgrenze ein Radweg entsteht. Die Verwaltung erhofft sich davon nicht nur touristischen Verkehr, sondern auch einige Pendler, die aufs Fahrrad umsteigen.
Förderung für Radweg möglich
Kosten würde der Weg insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. Über die im Gesetz verankerte Förderung namens Niedersächsisches Gemeinde Verkehrsinfrastruktur Finanzierungsgesetz (NGVFG) blieben nur 20 Prozent der Kosten bei der Kommune, also gut 540.000 Euro. Diese müsste der Kreis über mehrere Jahre hinweg während des Baus aufbringen. Die Verwaltung hat laut Beschlussvorlage noch weitere Förderungen im Blick.
Die Strecke soll über Landkreisgrenzen hinaus als Alternative zur Bundesstraße errichtet werden. Wenigstens von Jerxheim bis zur Landkreisgrenze will der Kreis Helmstedt das Vorhaben spiegeln. So würden Fahrradfahrer von Schöppenstedt aus bis nach Jerxheim radeln können.
Nachdem laut ersten Einschätzungen nur 12 bis 15 Prozent der Fläche für den Weg genutzt würde, wäre der Einschnitt in den laut Kreis „schützenswerten Bewuchs“ niedrig.
Die zweite Variante sieht vor, die Strecke nur als „grünes Band“ durch den Landkreis laufen zu lassen. Damit will die Kreisverwaltung die Natur vor Ort schützen. Zusätzlich würde die Strecke einzelne Biotope verbinden.
Dort müsste jedoch ein Betriebsweg gebaut werden. Der Eigenantreil dort wäre aber bei Gesamtkosten von 1,17 Million Euro höher als beim Radweg, weil der Bau nicht über das NGVFG gefördert wird.
Die Entscheidung, ob das Gelände gekauft wird, fällt der Kreistag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause.
Beitragsbild: Die Gleise enden in Schöppenstedt vor der Bahnhofstraße. Auf der anderen Straßenseite könnte die Strecke als Radweg weitergehen. Foto: Sophie Weinmann
