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Zwischen Wolfenbüttel, Salzgitter und Braunschweig soll ein Radschnellweg entstehen. Das Projekt soll Pendlern eine attraktive Alternative bieten.

Mit dem Rad zur Arbeit von Wolfenbüttel nach Braunschweig?

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 12. Juni 2026, 15:29 Uhr

Zwischen Wolfenbüttel, Salzgitter und Braunschweig soll künftig ein Radschnellweg entstehen. Das Projekt soll insbesondere Pendlern eine attraktive Alternative zum Auto und zum öffentlichen Nahverkehr bieten.

Bei einer Informationsveranstaltung in Wolfenbüttel stellte das beauftragte Planungsbüro mehrere mögliche Trassenführungen vor. Die Varianten führen perspektivisch von Wolfenbüttel beziehungsweise Salzdahlum in Richtung Braunschweig. An zwei möglichen Knotenpunkten würden die unterschiedlichen Strecken schließlich in eine gemeinsame Route nach Braunschweig zusammengeführt.

Nicht jede bestehende Radverbindung kommt für einen Radschnellweg infrage. Die Trassen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Sie sollen mindestens 3,5 Meter breit sein, möglichst getrennt vom motorisierten Verkehr verlaufen und dürfen nicht vorrangig landwirtschaftlich oder touristisch genutzt werden.

Während des Workshops ging es nocheinmal um die Breite der Wege

Mehrere Probleme mit einem Radweg lösen

Mit dem Projekt verfolgen die Planer mehrere Ziele. Einerseits sollen mehr Pendler für das Fahrrad gewonnen werden. Andererseits soll der Verkehr auf den Straßen entlastet werden. Dadurch könnten sowohl Autofahrer als auch Radfahrer schneller und entspannter ans Ziel gelangen. Eine spürbare Reisezeitverkürzung für Radfahrer gehört zudem zu den Voraussetzungen für die Fördermittel, die das Projekt erhält.

Je nach gewählter Variante würde die gesamte Radschnellverbindung zwischen 17,5 und 22 Kilometer lang werden. Die Strecke zwischen dem Wolfenbütteler Schlossplatz beziehungsweise „Am Herzogtore“ und dem Braunschweiger Europaplatz soll rund 13 Kilometer umfassen. Der überwiegende Teil der Route würde dabei unabhängig vom Autoverkehr verlaufen. Nur in den dicht bebauten Innenstadtbereichen sind Fahrradstraßen oder straßenbegleitende Radwege vorgesehen.

An vier interaktiven Dialogstationen diskutierten Bürgerinnen und Bürger intensiv über die verbliebenen Varianten. „Es gibt nicht den einen Königsweg, der alle überzeugt, aber wir sehen klare Tendenzen“, sagte Dieter Frauenholz vom Planungsbüro KoRiS aus Hannover.

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Anbindung Wolfenbüttels im Bereich „Am Herzogtore“. Viele Teilnehmer sahen dort die Chance, die Verkehrssicherheit durch eine Neuordnung der Verkehrsflächen deutlich zu verbessern. Kritisch betrachtet wurde hingegen eine mögliche westliche Trassenführung über Leiferde.

Wolfenbüttels Stadtbaurat Klaus Benscheidt betonte zum Abschluss die Bedeutung des Projekts: „Wir erfinden das Rad nicht neu, sondern arbeiten im Bestand.“ Benscheidt erklärte weiter, dass vorhandene Wege so aufgewertet werden sollen, dass sie eine echte Alternative zum Auto darstellen.

Die Ergebnisse der Workshops werden nun ausgewertet und fließen in die weiteren Planungen ein. Ziel ist eine Trasse, die sowohl die verkehrsplanerischen Anforderungen als auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich berücksichtigt

Beitragsbild: Während des Workshops in Wolfenbüttel stellten die Planer die Möglichkeiten vor, beantworteten Fragen und banden die Bürger ein. Fotos: Sophie Weinmann

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