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Nach fast zehn Jahren Planung, Diskussionen und Bauzeit ist es geschafft Die neue St. Ansgar Familien-KiTa in Wolfenbüttel wurde am Samstag feierlich eröffnet.

Nach zehn Jahren Planung: Familien-KiTa St. Ansgar öffnet ihre Türen

Zuletzt aktualisiert: Montag, 1. Juni 2026, 16:49 Uhr

Nach fast zehn Jahren Planung, Diskussionen und Bauzeit ist es geschafft. Die neue St. Ansgar Familien-KiTa in Wolfenbüttel wurde am Samstag feierlich eröffnet. Mit dem rund 5,9 Millionen Euro teuren Neubau ist im Nordosten der Stadt nicht nur eine moderne Betreuungseinrichtung entstanden, sondern auch ein Ort, der Bildung, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbinden soll.

Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft kamen zur Einweihung zusammen. In einer gemeinsamen Ansprache blickten Pfarrer Matthias Eggers und Pfarreikoordinatorin Christiane Kreiß auf den langen Weg bis zur Fertigstellung zurück.

„Es gab Momente des Stillstands und auch Zweifel, ob diese Kita jemals fertig wird“, sagte Pfarrer Eggers. Heute könne man jedoch einen Ort eröffnen, an dem Kinder spielen, lernen, wachsen und Geborgenheit erfahren.

Pädagogik zentriert Mitgefühl, Verantwortung und Gemeinschaft

Besonders gewürdigt wurde das Engagement des pädagogischen Teams. Im Mittelpunkt standen KiTa-Leiterin Kathrin Rolleschek und ihre Mitleitung sowie Koordinatorin des ökumenischen Familienzentrums, Kirsten Kühn. „Was man nicht planen und nicht bauen kann, das ist die Wärme, die Geduld und die Kreativität, mit der Sie dieses Haus füllen“, betonte Christiane Kreiß. Ohne den Einsatz des Teams wäre der Start in den neuen Räumen nicht möglich gewesen.

Inhaltlich setzt die Einrichtung auf das Konzept der sogenannten „Herzensbildung“. Neben der Vermittlung von Wissen sollen Werte wie Mitgefühl, Verantwortung und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Namensgeber ist der heilige Ansgar, dessen Beharrlichkeit und Hoffnungskraft als Vorbild dienen. Ergänzt wird das pädagogische Profil durch eine Kooperation mit dem Kneipp-Verein und ein eigenes Kneippbecken für die Kinder.

Neubau und blick in modernere Zukunft

Auch Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic hob die Bedeutung des Projekts hervor. „Zukunft sieht anders aus als der Altbau“, sagte er mit Blick auf frühere Besichtigungen der alten Einrichtung. Der Neubau sei ein wichtiges Signal für Familien und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Architektonisch überzeugt das Gebäude durch eine nachhaltige Holz-Mischkonstruktion, eine Photovoltaikanlage und eine Erdwärmepumpe. Die moderne Gestaltung wurde bereits überregional anerkannt: Die Architektenkammer hat die KiTa für den landesweiten „Tag der Architektur“ ausgewählt.

Mit 82 Betreuungsplätzen bietet die neue St. Ansgar Familien-KiTa nun beste Voraussetzungen für die frühkindliche Bildung in Wolfenbüttel – und dürfte für viele Jahre ein wichtiger Treffpunkt für Familien in der Stadt sein.

Beitragsbild: Wollten gleich ausprobieren: Ratsvorsitzender Jan Schröder (SPD) und Bürgermeister Ivica Lukanic (parteilos). Fotos: Stadt Wolfenbüttel

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