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Niedersachsen investiert seine Wälder. Zum neuen Jahr tritt eine Förderrichtlinie für forstwirtschaftliche Maßnahmen in Kraft.

Neue Förderrichtlinie stärkt Wälder in Niedersachsen ab 2026

Das Land Niedersachsen investiert in die Zukunft seiner Wälder. Zum 1. Januar 2026 tritt eine neue Förderrichtlinie für forstwirtschaftliche Maßnahmen in Kraft. Mit einem Gesamtvolumen von rund 44,3 Millionen Euro allein im kommenden Jahr will das Land den klimaresilienten und nachhaltigen Umbau der Wälder vorantreiben. Laut Niedersächsischem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Anträge können Waldbesitzende künftig über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellen.

Die Neuausrichtung der Förderung ist eine Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen für den Wald. Klimawandel, Dürreperioden, Stürme und Schädlingsbefall haben vielerorts deutliche Spuren hinterlassen. Die Landesregierung will Waldbesitzer dabei unterstützen, ihre Flächen zukunftsfähig aufzustellen.

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„Unsere Wälder geraten zunehmend unter Druck durch Klimawandel und Extremwetterereignisse“, sagt Niedersachsens Forstministerin Miriam Staudte. Die Ministerin betont, dass es gezielte Unterstützung brauche, um den Wald als Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und Klimaschützer zu erhalten. „Mit der neuen Förderrichtlinie schaffen wir Anreize für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und verbinden ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Perspektive“, so Staudte weiter.

Verschiedene Maßnahmen gefördert

Gefördert wird ein breites Spektrum an Maßnahmen. Dazu zählen der klimagerchte Waldumbau, die Wiederaufforstung nach Schadereignissen sowie die Pflege junger Bestände. Auch Erstaufforstungen, die Entwicklung stabiler Waldränder und Bodenschutzkalkungen zur Sicherung der Bodenfruchtbarkeit sind Bestandteil der Richtlinie. Darüber hinaus unterstützt das Land Investitionen in die forstliche Infrastruktur, etwa beim Wegebau oder bei Holzlagerplätzen.

Eine zentrale Neuerung betrifft die Ausrichtung der Baumarten. Künftig stehen europäische Laubbäume stärker im Fokus der forstlichen Verjüngung. Möglich wird dies durch neue sogenannte Förderverjüngungstypen, die die bisherigen Waldentwicklungstypen ablösen. Damit greift das Land eine gemeinsame Forderung der Partner des Niedersächsischen Wegs auf.

Auch der Waldbrandschutz rückt stärker in den Mittelpunkt. In besonders gefährdeten Regionen können nun beispielsweise Löschwasserentnahmestellen gefördert werden. Ein weiterer Pluspunkt für Waldbesitzende: Die Fördermittel sind durch eine dreijährige Planung verlässlich abgesichert. Das soll Planungen erleichtern und bürokratische Hürden abbauen.

Formulare und weitere Informationen zur Antragstellung stehen online über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und das Forstförderportal des Landes zur Verfügung. Mit der neuen Richtlinie setzt Niedersachsen ein deutliches Signal für den langfristigen Erhalt gesunder, widerstandsfähiger Wälder.

Beitragsbild: Die Wälder in Niedersachsen sollen vom Land unterstützt werden. Foto: Sophie Weinmann

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