Niedersachsen bringt Künstliche Intelligenz flächendeckend in die Schulen. Mit dem neuen KI-Chatbot „telli“ erhalten Lehrkräfte ab sofort landesweit Zugriff auf eine datenschutzkonforme Anwendung für Unterricht und Vorbereitung.
„Mit telli treiben wir den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Niedersachsens Schulen voran“, sagt Kultusministerin Julia Willie Hamburg. Schülerinnen und Schüler müssten auf einen Alltag vorbereitet sein, in dem KI allgegenwärtig sei. „Mit telli ermöglichen wir die Nutzung von KI datenschutzkonform zur Unterrichtsvorbereitung und fächerübergreifend zum individuellen Lernen.“
KI-Chatbot Länderübergreifendes Projekt aus der EU
Der Chatbot ist Teil des länderübergreifenden Projekts AIS und wird vom FWU – Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht umgesetzt. Die Systeme laufen auf Servern innerhalb der EU, Nutzungsdaten werden nicht an Dritte weitergegeben. In Niedersachsen stehen verschiedene Sprachmodelle zur Verfügung, darunter GPT-5 und Llama-Modelle.
Personal und Schüler an 30 Schulen des Landes haben den Chatbot testweise schon genutzt. Am Gymnasium „In der Wüste“ in Osnabrück testete Lehrerin Bettina Heck den Chatbot im Deutschunterricht der 12. Klasse. „KI birgt Chancen und Gefahren“, sagt sie. „Auf beides müssen wir die Schülerinnen und Schüler vorbereiten.“
Auch Schulleiter Nils Fischer sieht großes Potenzial. „In wenigen Jahren ist KI so normal wie Elektrizität: Sie wird überall sein“, betont er. Entscheidend sei, dass junge Menschen lernen, sie souverän zu nutzen.
Bereitgestellt wird telli über die Niedersächsische Bildungscloud. Fortbildungen bietet das Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung an.
Beitragsbild: Schüler und Lehrer an Niedersachsens Schulen sollen den KI-Chatbot telli nutzen können. Foto: Stock
