Die Stadt Wolfenbüttel hat einen neuen zentralen Ort: Im Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Samsonschule wurde jetzt offiziell der Leopold-Zunz-Platz eingeweiht. Mehr als 100 Gäste kamen zur feierlichen Benennung – mitten in einem Stadtbereich, der Geschichte und modernes Leben verbindet.
Bürgermeister Ivica Lukanic eröffnete die Veranstaltung und betonte die besondere Bedeutung des neuen Platzes. „Mit der Benennung des Leopold-Zunz-Platzes würdigt Wolfenbüttel einen berühmten Gelehrten.“ Das sagte Lukanic und hob hervor, dass dessen Wirken weit über die Stadt hinausreiche.
Namensgeber Vorreiter der Wissenschaft

Der Namensgeber Leopold Zunz (1794–1886) gilt als Begründer der „Wissenschaft des Judentums“. Seine enge Verbindung zur Stadt reicht bis in die Zeit an der traditionsreichen Samsonschule zurück, die seinen Bildungsweg entscheidend prägte.
Einen tieferen Einblick in Leben und Wirken gab Elke-Vera Kotowski von der Moses Mendelssohn Stiftung. „Die Geschichte der Samsonschule steht für umfassende Bildung und die Ideen der Aufklärung.“ Das betonte Kotowski und stellte die Bedeutung des Ortes für die jüdische Geistesgeschichte heraus.

Auch persönliche Töne fanden ihren Platz: Eine Lesung aus Briefen des Ehepaars Zunz machte den Gelehrten für die Gäste greifbar.
Heute ist das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Schule ein Lern- und Gedenkort und zugleich Zuhause für Studierende aus aller Welt. Ergänzt wird das Quartier durch neue, barrierefreie Wohnungen.
Beitragsbild: Bürgermeister Ivica Lucanic (parteilos) und Elke-Vera Kotowski enthüllten das Straßenschild. Fotos: Stadt Wolfenbüttel
