Der Landkreis Helmstedt wurde erneut zum Treffpunkt des deutschen Strukturwandels. Beim dritten Revieraustausch auf der Burg Warberg kamen Vertreter aller vier deutschen Braunkohlereviere zusammen, um über die Zukunft ehemaliger Kohleregionen zu beraten.
Eingeladen hatte die Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH gemeinsam mit ihren Partnern. Erstmals waren Delegationen aus der Lausitz, dem Rheinischen Revier, dem Mitteldeutschen Revier und dem Helmstedter Revier gleichzeitig vertreten. Gemeinsam stehen diese Regionen für rund 40 Milliarden Euro an Strukturhilfen bis 2038.


Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Herausforderungen der Regionen. Während andere Reviere noch mitten im Kohleausstieg stecken, beschäftigt sich das Helmstedter Revier zunehmend mit nachhaltiger Nachnutzung ehemaliger Flächen, Fachkräftesicherung und neuen wirtschaftlichen Perspektiven.
Strukturwandel aktiver Prozess
Strukturwandel dürfe nicht nur verwaltet werden, sondern muss aktiv gestaltet werden, wurde während der Gespräche deutlich. Besonders der offene Austausch über Förderverfahren, Geschwindigkeit und politische Erwartungen prägte die Veranstaltung.



Den Höhepunkt bildete der Abendempfang auf Burg Warberg. Dort übergab Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne persönlich einen Förderbescheid in Höhe von 2,1 Millionen Euro für das geplante Quartiersbildungs- und Nahversorgungszentrum in Offleben.
Gemeinsam mit Bürgermeister Wittich Schobert, WRH-Geschäftsführer Thomas Klein sowie Projektinitiatorin Anne Stein wurde der Förderbescheid offiziell präsentiert. Das Projekt gilt als wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Region.
Am zweiten Veranstaltungstag führte der Revieraustausch ins Forschungsmuseum Schöningen. Dort standen Zukunftsperspektiven, Museumsarbeit und die regionale Geschichte im Fokus.
Beitragsbild: Während der Abendveranstaltung wurde auch die Förderung für das geplante Quartierbildungs- und Nahversorgungszentrum in Offleben übergeben. Fotos: Sophie Weinmann
