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Das steckt hinter der Sanierung im Freibad Remlingen

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. Juli 2026, 11:35 Uhr

Das sanierte Freibad Remlingen soll nach Angaben der Samtgemeinde Elm-Asse erst in der zweiten Augusthälfte seine Tore öffnen. Ursprünglich war eine Eröffnung zu Beginn der Sommerferien im Gespräch.

Grund für die Verzögerung sind mehrere unvorhergesehene Probleme während der Bauarbeiten, heißt es aus der Samtgemeindeverwaltung. Ein langer Winter habe den Baufortschritt zunächst um mehrere Wochen zurückgeworfen.

Hinzu kamen Schwierigkeiten mit dem Baugrund. Das vor Baubeginn erstellte Bodengutachten stellte sich als nicht präzise genug heraus, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann (parteilos). Wegen des stellenweise „nicht ausreichend tragfähigen Untergrunds“ musste das Gutachten konkretisiert werden.

Eine weitere Folge davon sei gewesen, dass dadurch „zusätzliche Untergrundverbesserungen erforderlich“ wurden. Außerdem verzögerten sich laut der Samtgemeindeverwaltung die Arbeiten, weil in den Baugruben Schichtwasser stand. Außerdem habe die Samtgemeinde während der Bauarbeiten Leistungen neu vergeben müssen. Ein beauftragtes Unternehmen war während der Bauarbeiten insolvent gegangen.

Neumann beteuert, dass die Samtgemeinde stark daran gearbeitet habe, die Verzögerungen aufzuarbeiten. „Firmen waren über das normale zeitliche Maß hinaus auf der Baustelle, auch Samstage waren hierbei keine Ausnahme“, betont er.

Letzte Bauarbeiten im Freibad Remlingen vor 50 Jahren

Die umfassende Sanierung war 50 Jahre nach den letzten Bauarbeiten vor Ort mehr als fällig, heißt es aus dem Rathaus in Schöppenstedt. Die Gebäude, technische Anlagen und Becken waren so kaputt, dass sie nicht mehr sinnvoll genutzt werden konnten. Im Verwaltungsdeutsch heißt das „baulich abgängig“. Im Zuge der Arbeiten wurden das Gebäude, die gesamte Badtechnik und sämtliche Becken grundlegend erneuert.

Auch finanziell fiel das Projekt teurer aus als geplant. Statt der ursprünglich kalkulierten 4,5 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten inzwischen auf rund 5,28 Millionen Euro. Das Plus beträgt dabei etwa 830.000 Euro beziehungsweise 18,6 Prozent.

Als Gründe nennt die Samtgemeinde die seit 2024 stark gestiegenen Baupreise, überdurchschnittliche Kosten bei spezialisierten Gewerken sowie die notwendigen Zusatzarbeiten am Baugrund. Entlastung bringt eine zusätzliche Förderung aus dem Zukunftsfonds Asse.

Nachfinanzierung nach Preissteigerungen nötig

„Ich freue mich daher sehr, dass wir eine nochmalige Nachfinanzierung in Höhe von 700.000 Euro durch den Zukunftsfonds Asse (ZFA) erhalten“, freut sich Neumann. Damit unterstützt der Fonds das Projekt nun mit insgesamt drei Millionen Euro.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sanierung liegt auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Ziel sei es, Menschen mit Behinderungen einen uneingeschränkten Zugang zu ermöglichen und gleichzeitig Umwelt- sowie Klimaschutz stärker zu berücksichtigen.

„Die Planung folgt dem Grundsatz, dass die Infrastruktur den Menschen mit Behinderungen angepasst wird und nicht, wie leider zuvor, die Menschen mit Behinderung sich an die vorhandene Struktur anpassen müssen“, so Neumann.

Vor der Eröffnung wird das Freibad vollständig mit Wasser befüllt. Nur so kann die Samtgemeinde sämtliche technischen Anlagen unter realen Bedingungen testen und mögliche Mängel rechtzeitig feststellen. Und da es Mitte August noch warm genug ist für einen Freibadbetrieb, soll das Bad in Remlingen dann noch öffnen.

Nach Abschluss der Arbeiten wird der Förderverein voraussichtlich einen Teil der Pflegearbeiten übernehmen, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Heinrich Isensee, mitteilt. Genaueres werde aber nach Abschluss der Bauarbeiten entschieden.

Beitragsbild: Die Bauarbeiten im Freibad in Remmlingen dauern länger. Foto: Stock

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