Mit einer Betrugsmasche haben Unbekannte einen 85-jährigen Mann in Schöppenstedt um rund 40.000 Euro gebracht. Die Polizei warnt eindringlich vor sogenannten Schockanrufen und bittet zugleich um Hinweise zu einem mutmaßlichen Geldabholer.
Nach Angaben der Polizei erhielt der Senior am Donnerstag, den 2. Juli, zwischen 15.30 und 16.30 Uhr in der Straße Allumer Brücke einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Der Unbekannte behauptete, die Tochter des 85-Jährigen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei.
Um eine angebliche Haft abzuwenden, sei eine hohe Geldsumme erforderlich. Der Anrufer trat offenbar so überzeugend auf, dass der Senior der Forderung glaubte. Im weiteren Verlauf übergab er das Bargeld an seiner Haustür an einen unbekannten Mann. Der Tatverdächtige wird als etwa 40 bis 45 Jahre alt, rund 1,65 Meter groß und schlank beschrieben.
Polizei warnt vor angeblichen Schocknachrichten
Er hatte kurze, helle Haare und trug bei der Geldübergabe ein helles Hemd. Die Polizei Wolfenbüttel hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten bitten Zeugen, die im Bereich der Allumer Brücke verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, sich unter der Telefonnummer 05331/9330 zu melden.
Gleichzeitig appelliert die Polizei an die Bevölkerung, insbesondere ältere Angehörige über die Betrugsmasche zu informieren. Betrüger setzen ihre Opfer bei Schockanrufen gezielt unter emotionalen Druck. Sie schildern angebliche Notlagen von Familienmitgliedern.
Ziel sei es, die Betroffenen zu einer schnellen Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Die Polizei rät deshalb, bei solchen Anrufen misstrauisch zu sein, das Gespräch sofort zu beenden und Angehörige oder die Polizei zu kontaktieren. Geld oder Wertsachen sollten grundsätzlich niemals an unbekannte Personen übergeben werden.
Beitragsbild: Ein Senior hat Geld im fünfstelligen Bereich an einen Betrüger übergeben. Foto: Stock
