Die Schöninger Bürger haben im zweiten Wahldurchgang einen Bürgermeister gewählt. Nach der Stichwahl ist Martin Baumbach (CDU) neuer Bürgermsiter der Stadt der Speere. Auch auf Landkreisebene musste die Stichwahl entscheiden, wer für acht Jahre neuer Landrat wird.
Räte und Kreistag neu besetzt
Baumbach hat mit 50,58 Prozent die Stichwahl gewonnen. Bei der Kommunalwahl am Sonntag, den 13. September, ging es für die Schöninger um viel. Die Wahl um Bürgermeisteramt war nur eine der Entscheidungen, die Bürger treffen mussten. Neu gewählt wurden auch der Stadtrat sowie auf Kreisebene Kreistag und Landrat.


Gerade bei den Direktwahlen blieb die ganz große Entscheidung jedoch aus: Sowohl beim Bürgermeister als auch beim Landrat erreichte kein Kandidat mehr als die Hälfte, also die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen.
Im Rennen um das Bürgermeisteramt erreichte Jan Fricke (SPD) mit 31,0 Prozent der Wählerstimmen den besten Wert. Martin Baumbach (CDU) folgte ihm mit 23,7 Prozent der Wählerstimmen als Gegenkandidat auf den Stichwahlzettel.
Vier Kandidaten aus dem Rennen um das Bürgermeisteramt
Nur knapp verfehlt hatte die Stichwahl Attila Orban mit 21,9 Prozent, der für die AfD ins Rennen gegangen war. Die parteilosen Bewerber Sven Linke (8,4 Prozent), Detlef Künne (7,7 Prozent) und Jens Kuntze (7,3 Prozent) haben ebenso keine Chancen mehr auf das Bürgermeisteramt.
Für die Samtgemeinde Heeseberg allerdings fiel das Ergebnis deutlich aus, indem sich Philipp Ralphs (CDU) mit 54,6 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit sicherte.
Geringe Wahlbeteiligung in Schöningen
Die Wahlbeteiligung in Schöningen lag im ersten Durchgang bei 61,0 Prozent. Damit blieb Schöningen deutlich unter den Werten der Bürgermeisterwahl in Königslutter und der Samtgemeindebürgermeisterwahl in Elm-Asse. Fast vier von zehn Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch.
Gewinner folgt auf Schneider – einen Landratskandidaten in der Stichwahl
Der Gewinner tritt zum 1. November eine achtjährige Amtszeit an und folgt auf Malte Schneider (SPD), der bereits frühzeitig eine weitere Amtszeit im Rathaus ausgeschlossen hatte. Stattdessen bewirbt er sich nun um die Spitze des Landkreises Helmstedt – und hat mit dem ersten Wahlergebnis noch einen prozentualen Vorsprung.
Malte Schneider hat auch den zweiten Schritt auf dem Weg zum Landrat geschafft. Bei der Landratswahl erreichte er im zweiten Durchgang als SPD-Kandidat 61,78 Prozen der Stimmen und lag damit vor Torsten Wendt (CDU) mit 38,22 Prozent.
Tobias Stober (AfD, 19,4 Prozent) und Martin Klein (parteilos, 17,6 Prozent) scheiden aus dem weiteren Wahlvorgehen aus. Kreisweit lag die Wahlbeteiligung bei 66,0 Prozent. Da auch Schneider die absolute Mehrheit verfehlte, heißt es am 27. September erneut Schneider gegen Wendt.
Ähnlicher Ablauf wie beim ersten Durchgang
Gewinnt Malte Schneider diese Stichwahl, würde der bisherige Schöninger Bürgermeister somit unmittelbar auf die Kreisebene wechseln. Unabhängig vom Ausgang endet zugleich die Amtszeit des bisherigen Landrates Gerhard Radeck am 31. Oktober.
Beitragsbild: Ende September müssen die Wähler in Schöningen und Umgebung noch einmal wählen. Foto: Stock
