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Die Klassen 5a und 5b der Eichendorffschule Schöningen tauschen jeden Donnerstag das Klassenzimmer gegen das Paläon.

Schüler der Eichendorffschule erleben Geschichte hautnah

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 7. Mai 2026, 10:59 Uhr

Für die Klassen 5a und 5b der Eichendorffschule Schöningen sieht der Schulalltag derzeit ganz anders aus. Statt Tafel und Lehrbuch geht es jeden Donnerstag ins Paläon.

Von 9 bis 13 Uhr dreht sich dort alles um das Leben in der Steinzeit. Möglich macht das ein Projekt im Rahmen des Bundesförderprogramms „Startchancen“. Ziel ist es, Lernen greifbarer zu machen – durch eine Mischung aus Geschichte, Sprachbildung und Erlebnispädagogik.

Die Schülerinnen und Schüler tauchen dabei tief in die Vergangenheit ein. Sie erforschen die Ursprünge der Sprache, beschäftigen sich mit Werkzeugen und Tieren der Eiszeit und erfahren, warum es damals noch keine Haustiere gab. Besonders wichtig: Teamarbeit. In Kleingruppen lösen die Kinder Aufgaben und stärken so ganz nebenbei ihre sozialen Kompetenzen.

Schüler profitieren von Projekt mit Praxisbezug

Auch Landrat Gerhard Radeck schaute sich das Projekt vor Ort an und zeigte sich beeindruckt. „Das Projekt ist toll und nach meinem Eindruck sind die Kinder auch gut bei der Sache“, sagt er. Der Landrat betont, dass Lernen an einem authentischen Ort besonders wirkungsvoll sei.

Wie praktisch der Unterricht ist, zeigt ein Blick auf die Inhalte: Beim Thema Hausbau stellen die Kinder die Größe früher Behausungen nach und üben dabei mathematische Grundlagen. Andere Gruppen probieren sich an einfachen Webstühlen aus – Lernen zum Anfassen.

„Wir merken schon, dass die Kinder hier viel besser einen Bezug zu den Inhalten entwickeln können“, erklärt Jana Hugler. Die Museumspädagogin hebt hervor, dass die praktischen Tätigkeiten die Motivation deutlich steigern.

Das Projekt bringt auch für das Museum neue Erfahrungen. „Für uns ist das auch neu, dass wir dieselben Schüler regelmäßig hier haben“, so Jana Hugler. So entstehe eine intensivere Lernatmosphäre und ein enger Austausch mit den Lehrkräften.

Beitragsbild: Unterricht geht für die Schüler auch auf dem Feld vor dem Paläon. Fotos: Landkreis Helmstedt

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