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Nach rund 16 Jahren ist die Skulptur „Fügung und Trennung“ vor dem Marienportal des Kaiserdoms in Königslutter entfernt worden.

Skulptur vor dem Kaiserdom Königslutter entfernt

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 8. Juli 2026, 11:38 Uhr

Nach rund 16 Jahren wurde die Skulptur „Fügung und Trennung“ vor dem Marienportal des Kaiserdoms in Königslutter entfernt. Das rund 16 Meter lange Kunstwerk aus Marmorgrabsteinen war im Zuge einer Ausstellung um das Jahr 2010 aufgestellt worden. Es blieb als einziges Exponat dauerhaft an seinem Standort, wie Werner Köthke, Vorsitzender des Förderverein Neugestaltung des Domumfelds (FND) mitteilt.

Die Entfernung erfolgte auf Initiative des Fördervereins. Nach Angaben des Vereins stimmten sowohl die Kirchengemeinde als Grundstückseigentümerin als auch der Künstler Harald Thomas aus Hannover der Maßnahme zu.

Stolperfalle statt Anschauungsobjekt

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Beschwerden über die Skulptur gegeben. Vor allem bei Dunkelheit sei das unbeleuchtete Kunstwerk auf der Rasenfläche für Besucher zu einer Stolperfalle geworden.

„Manche Besucher, die nach einer Veranstaltung im Kaiserdom den direkten Weg vom Marienportal in die Innenstadt über den Rasen suchten, stolperten nachts über das steinerne Hindernis“, so Köthke.

Mit dem Abbau des Kunstwerks soll nun der historische Zugang zum Kaiserdom wiederhergestellt werden. Geplant ist, den früheren Weg von der Straße „Am Plan“ bis zum Marienportal neu anzulegen. Dieser war nach Angaben des Fördervereins bei Arbeiten um 1980 eingeebnet und mit Rasen überdeckt worden.

„Dieser Weg galt seit Jahrhunderten als Hauptzugang zum Kaiserdom und soll wiederhergestellt werden, wie es auch in dem von uns beauftragten gartendenkmalpflegerischen Gutachten empfohlen wird“, sagt Werner Köthke.

Die Entsorgung der Skulptur übernahm die Firma Gerecke Container Transport GmbH aus Königslutter als Spende. Dafür bedankt sich der Förderverein ausdrücklich.

Beitragsbild: Der Radlader nimmt die einzelnen Segmente der Skulptur auf. Fotos: Bernd Stache

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