Ein Festival, zwei Tage lang Konzerte auf zwei Bühnen, Workshops und all das organisiert von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Summertime-Festival in Wolfenbüttel bleibt damit seinem Motto von Beginn an treu: von jungen Menschen für junge Menschen.
Das organisierende Team wird sozialpädagogisch von der Kinder- und Jugendpflege der Stadt Wolfenbüttel betreut. Die ist rechtlich auch der Kopf des Festivals. Den Sozialpädagogen ist es wichtig, bei den Jugendlichen den Druck herauszunehmen.

Dann jedes Jahr sind circa 60 Prozent des Organisatorenteams neu mit dabei. Dass sie ohne oder mit wenig Vorwissen an die vorherigen Festivals anknüpfen sollen, setzte viele unter Druck. „Und da einfach zu sagen: Okay, Leute, überlegt nochmal, was ihr wirklich machen wollt, worauf ihr Bock habt.“
Neues Konzept für Fläche
2026 haben die Organisatoren etwas verändert: Das Gelände wurde umgestaltet, Kosten gesenkt und zusätzliche Unterstützung aus der Region gewonnen. Auch beim Sicherheitskonzept wurden neue Wege eingeschlagen. Der finanzielle Rahmen wurde bewusst kleiner gehalten, um den wirtschaftlichen Druck zu reduzieren.



Der Termin wurde in diesem Jahr auf Ende Mai vorverlegt. Hintergrund waren Überschneidungen mit den Abi-Bällen in Wolfenbüttel. Da viele Abiturientinnen und Abiturienten sowohl zur Zielgruppe als auch zum Organisationsteam gehören, fiel die Entscheidung zugunsten des früheren Termins.
Die Planung des Festivals beginnt bereits rund ein Jahr vorher mit einem Kick-off-Treffen. Es folgen regelmäßige Plenumssitzungen, ein Planungswochenende sowie Arbeitsgruppen für Programm, Infrastruktur, Sicherheit, Finanzen und weitere Bereiche. Insgesamt wirken etwa 60 Menschen ganzjährig an der Organisation mit, während an den Festivaltagen rund 260 Helferinnen und Helfer eingebunden sind.



Besonders hervorgehoben wird der demokratische Charakter des Projekts. Junge Menschen treffen Entscheidungen gemeinsam, entwickeln eigene Ideen und übernehmen Verantwortung. Dabei entstehen häufig neue Freundschaften und langfristige Bindungen an das Festival.
Beitragsbild: Auf dem Summertime-Festival zeigten Wegweiser an die verschiedene Orte. Fotos: Sophie Weinmann
