Newsify Wischer Rot
Die Tour de Verkehrswende setzt sich für die Rechte von Radfahrern ein

Tour de Verkehrswende macht Halt in Helmstedt

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 21. August 2026, 12:40 Uhr

Die 10-tägige Fahrraddemo Tour de Verkehrswende 2026 macht am Freitag, 14. August 2026, Station in Helmstedt. Auf dem Marktplatz laden Changing Cities e. V. und lokale Initiativen zu einer öffentlichen Veranstaltung unter dem Motto „Straßen fair teilen“ ein. Wenige Wochen vor der Kommunalwahl steht dabei eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten für das Bürgermeisteramt im Mittelpunkt.

Zustiegsmöglichkeiten für Radler in der Region

Die Tour de Verkehrswende führt durch drei Bundesländer

Bereits ab 17 Uhr beginnt das Begleitprogramm mit einem Fahrrad-Check sowie einem Rollator-Parcours der Seniorenvertretung. Gegen 17.30 Uhr treffen die Teilnehmenden der Tour de Verkehrswende auf dem Marktplatz ein. Ab 18 Uhr diskutieren zwei Bürgermeisterkandidaten (Wittich Schobert, CDU, amtierender Bürgermeister und Janosch Kappei, UWG) gemeinsam mit Vertreter:innen des Behindertenbeirats (Thomas Hartmann), des Seniorenbeirats (Wolfgang Schmidt) sowie der örtlichen Radverkehrsinitiative (Jens-Christian Kuthe) über sichere und barrierefreie Mobilität, den Rad- und Fußverkehr, die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs und die Verkehrswende in einer bisher vom Automobil geprägten Region.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Frage, wie Helmstedt seine Potenziale als Stadt am Grünen Band besser nutzen und den Radverkehr sowie die Anbindung an Bus und Bahn stärken kann. In einer anschließenden Fragerunde erhalten Bürger:innen die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an die Kandidaten zu richten. Interessierte sind herzlich eingeladen dazuzustoßen. Sei es entweder zur Aktion oder zur Mitfahrt für einige Stunden, einige Tage oder die ganze Tour. Mögliche Zustiegspunkte für Radfahrende, die mit dem Demozug von Wolfenbüttel nach Helmstedt fahren möchten, sind:


12 Uhr – Wolfenbüttel, Marktplatz

15.15 Uhr – Cremlingen, Supermarktareal Im Moorbusche

16.45 Uhr – Königslutter, Am Markt

An drei Stationen zwischen Wolfenbüttel und Helmstedt können Interessierte sich der Fahrrad-Demo anschließen

Tour de Verkehrswende durch drei Bundesländer

Die Tour de Verkehrswende führt 2026 durch Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Sachsen-Anhalt. Und damit durch drei Bundesländer, in denen im Herbst gewählt wird. Von Schwerin bis Dessau demonstrieren Menschen auf dem Fahrrad für eine gerechte Verkehrswende mit gleichberechtigter Infrastruktur, sicheren und schnellen Radwegen und einem barrierefreien öffentlichen Nahverkehr. Die sommerliche Protestfahrt unter dem Dach von Changing Cities e.V. findet zum sechsten Mal statt.

Die Tour de Verkehrswende hat in den vergangenen Jahren u.a. in Lüneburg Halt gemacht
Die Tour de Verkehrswende hat 2025 in Lüneburg…
Münster war in den Vorjahren eine Zwischenstation der Fahrrad-Demo
…Münster und weiteren Städten Halt gemacht.

Die Tour startet am 07. August 2026 in Schwerin und führt mit zahlreichen Zwischenstopps und Aktionen – darunter Kundgebungen, Diskussions- und Musikveranstaltungen – bis nach Dessau, wo sie am 16. August 2026 endet. Auf dem Weg kommen Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen – wie zum Beispiel am 14. August in Helmstedt.

Motorisierung trotz Klimakrise zugenommen

In den letzten Jahrzehnten hat die Politik den Fokus zu stark auf den Autoverkehr gelegt, dort massiv investiert und eine umweltverträgliche Mobilität, die auch lebenswerte und menschenfreundliche Umgebungen zulässt, oft aus den Augen verloren. Die individuelle Motorisierung hat trotz Klimakrise enorm zugenommen. Doch für die Zukunft muss die Mobilität zwischen Menschen, Dörfern und Städten mit Bus, Tram, Bahn oder zu Fuß stärker gefördert werden. Diese Verbindungen müssen für alle:

  • Sicher sein – Kinder, ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen müssen sie gefahrlos nutzen können. Gute Verkehrsinfrastruktur kann schwere und tödliche Verletzungen verhindern und es mehr Menschen ermöglichen, zu Fuß, mit dem Rad oder mit bedarfsgerechten öffentlichen Verbindungen (on demand) am Verkehr teilzunehmen.
  • Gesund sein – Körperlich aktive Mobilität, z. B. mit dem Fahrrad, fördert die Gesundheit und hilft beim Klimaschutz. Viele Menschen möchten sich mehr bewegen und so einen Beitrag leisten.
  • Gerecht sein – Jeder muss Zugang zu vielfältigen Mobilitätsangeboten haben. Der öffentliche Verkehr muss überall funktionieren, gut getaktet und bezahlbar sein.

Beitragsbild: Die Fahrraddemo Tour de Verkehrswende kommt in die Region. Foto: Changing Cities e. V.

Newsify_Wischer_schmal_präsentiert

Weitere News

Link kopiert ✓
1