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Am ehemaligen Aldi in Semmenstedt läuft am Donnerstagmittag, den 18. Dezember, ein Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und DRK.

Update: Chemikalien verursachen Großeinsatz in Semmenstedt

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 19. Dezember 2025, 21:18 Uhr

Am ehemaligen Aldi in Semmenstedt lief am Donnerstagmittag, den 18. Dezember, ein Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und DRK. Chemikalien sind von dort ins Kanalisationssystem gelangt und haben im Ort und der nahen Kläranlage starken Gestank verbreitet.

Feuerwehrleute und Polizisten arbeiteten im Ort im Landkreis Wolfenbüttel daran, die in die Kanalisation gelangten Chemikalien zu kategorisieren. Neben der Feuerwehr Semmenstedt ist ein ABC-Zug aus Braunschweig vor Ort, wie der Oberbrandmeister der Samtgemeinde Elm-Asse, Jan Fischer erklärt. Zusätzlich ist ein Team der DRK zur Eigensicherung während des Einsatzes anwesend.

Der Fall beschäftigt schon seit Dienstag, den 16. Dezember, die Leute der Gegend, wie der Ortsbrandmeister berichtete. Laut Fischer bemerkten Mitarbeitende der Kläranlage Groß Biewende immer wieder recht starken Geruch.

Außerdem bemerkten Mitarbeitende die Substanzen während einer routinemäßigen Kontrolle des Abwassers. Ermittlungen der Polizei konnten den Ursprung auf Semmenstedt eingrenzen.

Das ist nicht der erste Einsatz in der Region, bei dem es um potenziell gefährliche Chemikalien geht. In Schöppenstedt wurden während einer groß angelegten Durchsuchungsaktion Fässer mit Abfällen aus der Drogenproduktion gefunden.

Fall beschäftigt die Einsatzkräfte seit mehreren Tagen

Laut Fischer fuhr die Ortsfeuerwehr Mittwochabends durch den Ort, um die Bürger zu warnen und forderte den Verursacher dazu auf, aufzuhören. Bürger wiesen die Einsatzkräfte zum ehemaligen Aldi am Ortsausgang in Richtung Remmlingen. Die Polizisten, die abends noch vor Ort gewesen sind, mussten laut dem Ortsbrandmeister Tags darauf medizinisch behandelt werden.

Die Feuerwehr analysierte und sicherte am Donnerstag die Substanzen. Dabei gingen die Feuerwehrleute mit großer Vorsicht vor. In Schutzanzügen und Gesichtsmasken testeten die Einsatzkräfte die Chemikalien in mobilen Becken.

Die Polizei ermittelt, weil sie eine Straftat nicht ausschließen kann. Im ehemaligen Aldi an der Alten Mühle in Semmenstedt haben die Einsatzkräfte zudem Proben als Beweismittel sichergestellt. Vor Ort haben die Beamten zwei 40-Jährige getroffen, die unter Verdacht stehen, diese Chemikalien in die Kanalisation geleitet haben könnten.

Während des Einsatzes war das Gelände an der Mühle und der angrenzende Weg gesperrt. Laut Fischer hat die Feuerwehr auch den Teil der Kanalisation unter dem Gelände des Gebäudes vom restlichen Kanalisationsnetz getrennt. Das sei Standard bei solchen Einsätzen. So geraten nicht noch weitere Chemikalien ins Abwasser und können ebenso nicht heimlich noch entsorgt werden.

Die Beamten betonen, dass sie erst am Anfang der Ermittlungen stehen und deswegen noch nicht konkret sagen können, um welche Substanz es sich handelt und ob die Männer etwas damit zu tun haben. Der ehemalige Lebensmittelmarkt wurde nach dem Einsatz abgesperrt und für weitere Ermittlungen beschlagnahmt.

Beitragsbild: Auf dem Gelände des ehemaligen Aldi waren viele Feuerwehrmann. Fotos: Sophie Weinmann

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