Gute Nachrichten aus der Abfallwirtschaft: Die Qualität des Bioabfalls hat sich im Wolfenbüttel deutlich verbessert. Aktuelle Untersuchungen der Kompostwerke in Upen und Bornum zeigen: Weniger Fremdstoffe, vor allem deutlich weniger Plastik.
Noch 2024 lag der Anteil an Störstoffen im Bioabfall in Upen bei über drei Prozent. Heute ist er auf 1,17 Prozent gesunken, der Kunststoffanteil sogar auf nur noch 0,52 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Bornum: Hier reduzierte sich der Plastikanteil von 1,14 auf 0,31 Prozent.
„Diese Ergebnisse sind insbesondere für den Landkreis Goslar ein sehr positives Signal“, sagt Thomas Ebert. Der Betriebsleiter der Kreiswirtschafts-Betriebe Goslar betont: „Die Werte zeigen, dass die Bioabfälle zunehmend sauberer getrennt werden.“

Starke Kontrollen wirken
Ein Grund für die Entwicklung sind verstärkte Kontrollen. In den vergangenen Wochen wurden Biotonnen stichprobenartig überprüft. Rund 30 Prozent fielen zunächst durch. Sie wurden wegen falscher Befüllung nicht geleert. Doch viele Haushalte reagierten schnell, sortierten nach und konnten ihre Tonnen bei der nächsten Abfuhr wieder bereitstellen.
„Wenn es uns gelingt, noch mehr Menschen zur richtigen Mülltrennung zu motivieren, können wir die Qualität weiter steigern“, erklärt Sandra Wehr. Die Leiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs im Landkreis Wolfenbüttel setzt dabei vor allem auf Aufklärung.
Denn falsche Abfälle haben Folgen: Kunststoffe werden im Kompostprozess zerkleinert und gelangen als Mikroplastik in Böden. „Sauber getrennte Bioabfälle sind die Grundlage für hochwertigen Kompost“, sagt Eva-Maria Pabsch, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Biokompost mbH.
Beitragsbild: Kontrollen des Biomülls haben geholfen, dass der Bioabfall qualitativ besser ist. Fotos: ALW
