Im Landkreis Helmstedt wird es in den nächsten Tagen vermutlich rutschig. In dem Kreis kann der Winterdienst laut einer Mitteilung der Verwaltung vorerst nur noch wichtige Verkehrsverbindungen bedienen. Rund 50 Prozent der Kreisstraßen werden vorübergehend nicht mehr gestreut.
Wie die Kreisstraßenmeisterei mitteilt, sind aktuell noch etwa 180 Tonnen Streusalz vorrätig. Eine Nachbestellung sei bereits am 2. Februar erfolgt. „Nach Auskunft des Lieferanten rechnen wir voraussichtlich am 20. Februar mit einer Lieferung“, teilt die Pressestelle des Landkreises mit. Der Termin sei jedoch nicht verbindlich und könne sich weiter verzögern.
Bestellengpässe wegen hoher Nachfrage
Grund für die Engpässe ist die angespannte Lage auf dem bundesweiten Salzmarkt. Nach mehreren Wochen mit Schnee und Dauerfrost ist der Lieferant nach Angaben des Landkreises derzeit etwa dreifach überbucht. Hinzu kommt: Für den Winterdienst darf nicht jedes beliebige Salz verwendet werden, da spezielle technische und qualitative Anforderungen gelten.
Zu Beginn der Wintersaison hatte der Landkreis die maximal mögliche Menge von 600 Tonnen eingelagert. In normalen Wintern konnten Nachlieferungen innerhalb weniger Tage organisiert werden – diesmal nicht.
Der Räumdienst bleibt weiterhin im Einsatz. Bis ausreichend Streusalz verfügbar ist, werden jedoch nur verkehrswichtige Strecken priorisiert behandelt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen.
Beitragsbild: Weil das Streusalz des Landkreises fast aufgebraucht ist, schränkt der Kreis das Streuen ein. Foto: Archiv/ Vanessa Bernutz
