Wie kann der Ganztag an den Grundschulen im Landkreis Wolfenbüttel weiter verbessert werden? Mit dieser Frage haben sich mehr als 50 Fachleute aus Schulen, Verwaltung, Jugendhilfe und Elternschaft zum Auftakt eines neuen Projekts beschäftigt.
Austausch für einen besseren Ganztag
Treffpunkt war am Donnerstag, den 17. September, die Schule am Teichgarten in Wolfenbüttel. Eingeladen hatte das Koordinierungsbüro des Landkreises.

Damit wollten die Organisatoren die unterschiedlichen Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Schritte zu entwickeln. Die Transferagentur Niedersachsen moderierte den Auftakt.
Schule und Jugendhilfe sollen enger zusammenarbeiten
Zum Start betonte die stellvertretende Jugendamtsleiterin Dr. Adina Küchler-Hendricks die Bedeutung von Beteiligung und Zusammenarbeit.
„Unsere Aufgabe ist es, Kindern und Jugendlichen echte Beteiligung zu ermöglichen und ihnen das zu bieten, was sie wirklich wollen“, sagte sie. Küchler-Hendricks verwies dabei besonders auf die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Diese müsse noch stärker zusammengedacht werden, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Diese Probleme beschäftigen die Fachkräfte
Für den fachlichen Impuls sorgte Professor Dr. Gunther Graßhoff von der Universität Hildesheim. In seinem Vortrag ging es um die Vernetzung von Jugendhilfe und Schule für einen erfolgreichen Ganztag.
Anschließend wurde es konkret: In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmer, welche Themen derzeit besonders wichtig sind.
Im Mittelpunkt standen:
- Personal
- pädagogische Qualität
- Raum- und Zeitgestaltung
- begrenzte finanzielle Ressourcen
Die Ergebnisse sollen nun in die weitere Projektarbeit einfließen.
Nächste Schritte stehen an
Zum Abschluss stellten die Ganztagskoordinatorinnen des Landkreises, Melanie Specht und Theresa Scholz, die nächsten Schritte vor. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zeigten dabei einen deutlichen Wunsch nach weiterer Vernetzung.
Das Koordinierungsbüro für den Ganztagsschulbetrieb im Landkreis Wolfenbüttel (KoGaWo) will die kommenden Projektschritte gemeinsam mit Schulen, Gemeinden, Jugendhilfe und weiteren Beteiligten gestalten. Ziel ist es, den Ganztag an den Grundschulen im Landkreis langfristig weiterzuentwickeln mit Blick auf die Bedürfnisse der Kinder.
Beitragsbild: In angeregten Diskussionen wurden die Grenzen und Chancen des Ganztags ausgelotet. Fotos: Transferagentur Niedersachsen
