Newsify Wischer Rot
Nach zwölf Jahren im Amt zieht Detlef Kaatz einen Schlussstrich. Er tritt nicht mehr als Bürgermeister an, will aber weiter Politik machen.

Cremlingens Bürgermeister tritt nicht mehr an und will weitermachen

Zuletzt aktualisiert: Montag, 24. August 2026, 08:34 Uhr

Nach zwölf Jahren im Amt zieht Detlef Kaatz einen Schlussstrich: Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 wird der Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen nicht erneut für das Amt kandidieren. Mit 63 Jahren habe er sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Vor allem will er künftig mehr Zeit für seine Familie, seine Enkelkinder und seine kleine Landwirtschaft in Italien zu haben. Ganz aus der Kommunalpolitik verabschieden möchte er sich allerdings nicht.

Kandidatur für Gemeinderat und Ortsrat

Stattdessen bewirbt er sich bei der Kommunalwahl um ein Mandat im Rat der Gemeinde Cremlingen und im Ortsrat seines Wohnortes Hordorf. Einige Projekte, die ihn während seiner Amtszeit besonders beschäftigt haben, möchte er auch künftig ehrenamtlich begleiten.

Dazu zählt unter anderem die Entwicklung des Quartiers in Cremlingen mit Wohnungen, Kindertagesstätte, BBZ und Skatebahn. Auch die Cremlinger Wohnungsbaugesellschaft (CWG) habe wichtigen Beitrag zum Aufbau bezahlbaren Wohnraums geleistet.

Radweg und weitere Projekte im Blick

Als wichtigen Schritt für die Gemeinde nennt der scheidende Bürgermeister zudem den kürzlich fertiggestellten Radweg zwischen Cremlingen und Hordorf. Er verbindet die beiden Ortschaften und schafft zugleich eine bessere Anbindung an regionale Radwegenetze.

Während seiner zwölfjährigen Amtszeit wurden außerdem Feuerwehrhäuser und Mensen an den Grundschulstandorten in Schandelah und Destedt geplant beziehungsweise gebaut. Auch die Entwicklung des Areals „des Hertel“ wurde angestoßen.

Ein Projekt möchte er künftig besonders vorantreiben: den Lückenschluss des Radwegs zwischen Hordorf und Essehof.

Europa und Erinnerungskultur

Auch die internationalen Partnerschaften mit Kołaczkowo in Polen und Tielt-Winge in Belgien liegen ihm nach eigener Aussage am Herzen. Die gewachsenen Kontakte sollen weiter gepflegt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Schandelah-Wohld. Dort sei in den vergangenen Jahren eine wichtige Erinnerungsarbeit entstanden. Diese wolle er auch künftig ehrenamtlich unterstützen und weiterentwickeln.

„Eine besondere Ehre“

Seinen Abschied aus dem Bürgermeisteramt verbindet er deshalb nicht mit einem vollständigen Rückzug. Vielmehr möchte er seine Erfahrung künftig an anderer Stelle einbringen.

„Für mich war es immer ein besonderes Anliegen, die Gemeinde Cremlingen mit entwickeln zu dürfen.“ Der scheidende Bürgermeister. „Es ist eine der schönsten Aufgaben, die man wahrnehmen darf, nämlich sich für seine Einwohner einsetzen zu dürfen. Es war mir eine besondere Ehre.“

Beitragsbild: Detlef Kaatz (rechts) mit Rudi Beeken, Alt-Bürgermeister der Gemeinde Tielt-Winge und Sekretär des Freundeskreises Neuengamme. Foto: Frank Schildener

Newsify_Wischer_schmal_präsentiert2

Weitere News

Link kopiert ✓
1