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Vermeintlicher Gefahrguteinsatz der Feuerwehr Helmstedt auf der A2

Kollision zweier Lkw führte zu vermeintlichem Gefahrguteinsatz

Viele Einsätze prägten die Nachosterzeit für die Feuerwehren in der Region (unter anderem der Lkw-Brand auf der A2 und das Feuer in Gevensleben). Zu den aufwendigeren Lagen zählt im Weiteren ein neuerlicher Unfall auf der A2 zwischen zwei Lastwagen, bei dem auf der Autobahn in Fahrtrichtung Hannover zunächst auch ein möglicher Gefahrstoffeinsatz nicht ausgeschlossen werden konnte.

Unfall zwischen zwei Lastwagen

Nach ersten Meldungen war von einem Verkehrsunfall zwischen zwei Lkw die Rede. Vor Ort stellte sich heraus, dass es zu einem Auffahrunfall gekommen war. Dabei streifte ein Lastwagen die Fahrerseite des vorausfahrenden Fahrzeugs. Durch die Kollision wurde die Außenwand eines sogenannten IBC-Behälters beschädigt, sodass die darin transportierte Flüssigkeit austrat.

Unklare Lage bei ausgetretener Flüssigkeit

Zunächst war unklar, um welchen Stoff es sich handelte. Da an dem Fahrzeug keine Gefahrguttafel angebracht war, mussten sich die Einsatzkräfte die Lage vor Ort Schritt für Schritt erschließen. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass von der Flüssigkeit eine Gefahr ausgeht, gingen die Feuerwehrkräfte zunächst mit leichter Schutzausrüstung vor.

Die ausgetretene Substanz erwies sich als sehr zähflüssig und klebrig. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass es sich um ein Vorprodukt aus der chemischen Industrie handelte, das in diesem Zustand jedoch nicht als Gefahrgut eingestuft wird. Damit konnte die Lage genauer bewertet und das weitere Vorgehen entsprechend angepasst werden.

Bergung und Sicherung des beschädigten Behälters

Um den beschädigten Lastwagen sichern zu können, arbeitete die Feuerwehr mit einem Abschleppunternehmen sowie der Teleskopladereinheit der Kreisfeuerwehr Helmstedt zusammen. Der betroffene Lkw wurde teilweise entladen, damit der beschädigte Behälter erreicht und gesichert werden konnte. Anschließend wurde der defekte Behälter in Folie eingeschlagen, um ein weiteres Austreten der Flüssigkeit zu verhindern.

Vollsperrung in Richtung Hannover

Für die Dauer der Maßnahmen musste die Richtungsfahrbahn Hannover erneut für rund drei Stunden lang vollständig gesperrt werden. Nachdem die Arbeiten der Feuerwehr beendet waren, dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten auf der Fahrbahn zunächst noch an. Abschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Beitragsbild und weitere Bilder: Die Kollision zweier Lkw, bei der durch austretende Flüssigkeit von einem Gefahrguteinsatz ausgegangen war, führte zu einer erneuten Sperrung der A2 Richtung Hannover. Die Feuerwehr Helmstedt sowie ein Abschleppunternehmen waren im Einsatz. Fotos: Feuerwehr Helmstedt

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