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Die Feuerwehr musste am Donnerstagnachmittag, den 15. Januar 2026, in Helmstedt ein ganzes Gebäude löschen. Nicht alle Bewohner des Hauses im Langen Steinweg konnten gerettet werden.

Hausbrand in Helmstedt fordert Todesopfer

Zuletzt aktualisiert: Freitag, 16. Januar 2026, 14:32 Uhr

Die Feuerwehr musste am Donnerstagnachmittag, den 15. Januar 2026, in Helmstedt ein ganzes Gebäude löschen. Nicht alle Bewohner des Hauses im Langen Steinweg konnten gerettet werden.

Gerufen wurde die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand. Bei Ankunft des Einsatzleiters schlugen ihm bereits aus mehreren Fenstern die Flammen aus dem Gebäude entgegen, heißt es von der Feuerwehr.

Zwei Personen waren zu diesem Zeitpunkt noch mindestens im Gebäude. Zwei Personen wurden mit einer Drehleiter aus dem völlig verrauchten 2. Stock gerettet. Parallel gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor.

Es zeigte sich laut Feuerwehr schnell, dass die massive Brandausweitung auf das gesamte Gebäude übergriffen hatte, so dass ab dem 1. Stock die Decken bis durch das Dach durchgebrannt waren. Ein Innenangriff war dann nicht mehr möglich.

Auch der Einsatz von zwei Drehleitern (von den Wehren Helmstedt, Grasleben) konnte ein Durchzünden des Dachstuhls hin zu einem offenen Dachstuhlbrand nicht verhindern. Aufgrund des Einsatzverlaufes forderten die anwehsenden Wehren umgehend weitere Einsatzkräfte nach.

Feuer drohte auf andere Gebäude überzugreifen

Zwischenzeitlich drohte das Feuer auf die benachbarten Gebäude überzugreifen, dies konnte jedoch mit massiven Löschen erfolgreich verhindert werden. Die Ortsfeuerwehr Königslutter stellte dennoch eine dritte Drehleiter zur Verfügung, um gegebenenfalls sofort reagieren zu können.

Die Ortsfeuerwehren aus Wolsdorf, Samtgemeinde Velpke sowie aus Beendorf sammelten sich an der Feuerwehr Helmstedt und stellten weitere Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Durch die Leitstelle Helmstedt-Wolfsburg wurde eine Bevölkerungswarnung wegen der starken Rauchebtwicklung über die Warn-Apps geschaltet.

Die Feuerwehr musste am Donnerstagnachmittag, den 15. Januar 2026, in Helmstedt ein ganzes Gebäude löschen. Nicht alle Bewohner des Hauses im Langen Steinweg konnten gerettet werden.

In Summe wurden 5 Personen aus dem Gebäude gerettet, vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine Person wurde ambulant vor Ort behandelt. Eine Feuerwehrkraft wurde beim Innenangriff leicht verletzt und ebenfalls vor Ort behandelt. Weitere Informationen zu Art und Schwere der Verletzungen liegen der Feuerwehr nicht vor.

Vier Katzen konnten nur noch tot geborgen werden. Es wurde ein sogenannter Massenanfall von bis zu 7 Verletzten ausgelöst (MANV7). Auf dem benachbarten Hof „Kramers Gut“ wurde sowohl die Betreuung der Betroffenen sichergestellt, als auch die Verpflegung der Einsatzkräfte durch die Verpflegungseinheit der Kreisfeuerwehr Helmstedt und das DRK Kreisverband Helmstedt – SEG Betreuung gestellt.

Die Kreisfeuerwehr brachte zudem den Abrollbehälter Atemschutz zur Einsatzstelle, um weitere Atemschutzgeräte vor Ort zu haben. Die Ortsfeuerwehr Offleben-Reinsdorf kümmerte sich um die Einsatzhygiene, Reinigen und Aufnahme von kontaminierten Einsatzkleidungen.

Kleinteilige Löscharbeiten

Die Drohne der Kreisfeuerwehr verschaffte fortlaufend ein Blick von oben mittels Wärmebildkamera. Das THW war ebenfalls vor Ort mit zwei Fachberatern Bau, um die Standsicherheit des Gebäudes zu prüfen. Im weiteren Verlauf wurde zusätzlich das sogenannte ESS (Einsatzstellen-Sicherungssystem) in den Einsatz gebracht.

Dieses überprüft mittels Messgeräten permanent Bewegung am Gebäude und warnt die Einsatzkräfte falls dieses einzustürzen droht. Da nicht alle Glutnester mit der Drehleiter erreicht werden konnten, wurde der Feuerwehrkran der Berufsfeuerwehr Braunschweig nachgefordert. Dieser unterstütze die Nachlöscharbeiten.

Abschließend wurde durch das THW das Gebäude gegen unbefugtes Betreten gesichert. Das Gebäude ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Bewohner und direkten Nachbarn wurden durch die Stadtverwaltung in einem Hotel sowie bei Freunden untergebracht.

Bürgermeister Wittich Schobert und 1. Stadtrat Henning-Konrad Otto waren ebenfalls vor Ort und kümmerten sich persönlich darum. In Summe waren bis zu 200 Einsatzkräfte vor Ort. Der Lange Steinweg ist bis auf weiteres vollständig (Personen und Fahrzeuge) gesperrt. Die Einsatzstelle wurde der Polizei übergeben.

Ein großes Dank der Feuerwehr geht an das Roxy Kino Helmstedt, welches sowohl die Toiletten bereitstellte als auch für Verpflegung mit Snacks aushalf. Vor Ort waren die Ortsfeuerwehr Helmstedt, Emmerstedt, Barmke, Offleben-Reinsdorf, Grasleben, Königslutter, Kreisfeuerwehr Helmstedt, DRK Helmstedt, THW Helmstedt/Schöningen/Wolfsburg/Gifhorn, Berufsfeuerwehr Braunschweig. Der Einsatz dauerte circa 12 Stunden.

Beitragsbild: Das Feuer breitete sich schnell über das gesamte Haus aus. Fotos: Feuerwehr Helmstedt

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