Das neue Gebäude der Oberschule Sickte wurde am Montag, den 19. Oktober, offiziell seiner Bestimmung übergeben. Nach gut einem Jahr Bauzeit ist der Erweiterungsbau der Schule bis auf kleine Restarbeiten fertig und gibt den Schülern und Lehrern mehr Platz für Unterricht.
„Es ist ungewöhnlich still hier“, sagte die scheidende Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) zu Beginn ihrer Rede. Wo normalerweise Schüler für eine Geräuschkulisse sorgen, herrschte an dem Montagmorgen Stille. Das trübte die Freude der Anwesenden wenig.
Denn das Gebäude mit neuer Infrastruktur und neu strukturierter Aufteilung bietet den modernen Ort, „den zeitgemäßer Unterricht heute braucht“.
Schulgebäude für interaktiven Unterricht ausgelegt
Der neue Trakt der Oberschule Sickte hat den Landkreis gut 9,5 Millionen Euro gekostet. 28 Lehr- und Unterrichtsräume, Inklusionsräume, Sanitär- und Technikräume stehen nun Schülern und der Belegschaft zur Verfügung.
Auf gut 2.000 Quadratmetern finden sich nicht nur Klassenräume mit modernen Tafeln, sogenannten Smartboards, an einem Ende. Einige der Räume kann man mit Trennwänden unterteilen, um in kleineren Räumen getrennt zu unterrichten.






Zusätzlich gibt es noch Differenzierungsräume. Diese bieten Platz, wenn Klassen aufgeteilt werden, damit Schüler dem Leistungsniveau angepasst lernen können.
Auf den Fluren ist es im Moment noch kahl. Ist das neue Mobiliar geliefert, können die Schüler in Aufenthaltsbereichen lernen können.
Die Klassenräume ergänzen moderne Naturwissenschafts- und Kunsträume. Sie sind mit den passenden Anschlüssen versehen, damit die Schüler Experimente durchführen und an kreativen Projekten arbeiten können.
In den Räumen verarbeitete die ausführende Firma zusätzlich eine moderne Lüftung, eine „CO₂‑basierte Raumluftsteuerung“. Sind gewisse Grenzwerte überschritten, geht die Lüftung automatisch an.
Landkreis geht neue Wege für den Bau der OBS
„Hinter uns liegt eine intensive Zeit“, betonte Steinbrügge. Um in so einer kurzen Zeit nach der Grundsteinlegung im Gebäude zu stehen, sei man unkonventionelle Wege gegangen. Das Haus baute die zuständige Firma ALHO Systembau GmbH in einer Modulbauweise, bei der ein guter Teil der Arbeit geschehen ist, wenn die Materialien auf der Baustelle ankommen.
Für den Landkreis war diese Art zu bauen eine Premiere. Der Aufbruch in unbekannte Gewässer wurde belohnt, wie Steinbrügge berichtete: „Durch die Vergabe aller Leistungen als Komplettpaket konnte das gesamte Vorhaben von der ersten Planung über die Gebäudetechnik bis hin zu den Außenanlagen nahtlos aus einer Hand realisiert werden. Der gesamte Bauablauf verlief außerordentlich verlässlich, partnerschaftlich und reibungslos.“ Sie dankte allen beteiligten Akteuren, die daran arbeiteten, den Bau so schnell zu verwirklichen.
Erfolg trotz kleiner Probleme
Ganz problemlos verlief der Bau des Schulgebäudes für die Oberschule Sickte nicht. „Am Anfang des Jahres hatten wir einen interessanten Wasserschaden“, erzählte Thorsten Bender in seiner Rede. Auch die Fassade am Eingang war zur Übergabe noch nicht fertig. Er sprach trotzdem von einem Erfolg, da die Schule das Gebäude schon gut zwei Monate zuvor im August in Betrieb nehmen konnte.
Bauleiter Ercan Turan freute sich ebenfalls über das abgeschlossene Projekt und die Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt und man hat sich untereinander gut verstanden, berichtete er im Gespräch. Nach einem guten Start hofft er auf weitere gemeinsame Projekte.
Beitragsbild: Der Bauleiter Ercan Turan (rechts) übergab den Schlüssel an Landrätin Christiana Steinbrügge (links). Fotos: Sophie Weinmann
