Der Ausbau der Ganztagsbetreuung im Landkreis Wolfenbüttel nimmt Fahrt auf. Seit Februar ist das neu eingerichtete Koordinierungsbüro Ganztagsbetreuung aktiv. Zwei Mitarbeiterinnen bündeln dort künftig die Fäden: Melanie Specht und Theresa Scholz sollen Angebote vernetzen, Strukturen schaffen und verlässliche Betreuung für Grundschulkinder sichern.
Hintergrund ist das Ganztagsförderungsgesetz, das ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise einen Rechtsanspruch auf Ganztagsplätze einführt. Zunächst gilt er für Erstklässler, später für alle Grundschuljahre. Acht Stunden Betreuung täglich an fünf Werktagen – bei maximal vier Wochen Schließzeit im Jahr. Das bedeutet: mehr Plätze, mehr Abstimmung, mehr Organisation.
Genau hier setzt das neue Büro an. Es plant, steuert und entwickelt die Ganztagsangebote im Landkreis weiter. Schulen sollen unterstützt, Vereine und Institutionen eingebunden werden. Ziel ist ein starkes Netzwerk. Angebote werden erfasst, ausgewertet und zugänglich gemacht. Gleichzeitig bringt das Büro Partner an einen Tisch und stößt Kooperationen an.
Angebot, das sich am Bedarf orientiert
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Qualität. Datenanalysen, Bedarfsabfragen und Leitlinien sollen helfen, die Betreuung kindgerecht und verlässlich zu gestalten. Langfristig geht es um feste Standards – und um ein System, das trägt.
Besonders konkret wird die Arbeit bereits bei der Ferienbetreuung. Für die Herbstferien 2026 läuft aktuell eine Bedarfserhebung. Eltern künftiger Erstklässler wurden angeschrieben und können ihren Bedarf noch bis zum 17. Mai melden. Diese Rückmeldungen bilden die Grundlage für die Planung.
„Wir wollen ein verlässliches und bedarfsgerechtes Angebot schaffen, das Familien wirklich entlastet“, erklärt das Team des Koordinierungsbüros. Melanie Specht und Theresa Scholz betonen, wie wichtig die Zusammenarbeit vor Ort ist.
Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: Vereine, Träger und Institutionen können sich aktiv einbringen und das Angebot mitgestalten. Der Landkreis setzt dabei bewusst auf breite Beteiligung.
Beitragsbild: Die Koordinierungsstelle soll das Angebot der Ganztagsbetreuung an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Foto: Stock
